Hans Pleschinski und der Herzog von Cro˙: Annäherung mit Fingerspitzengefühl


Dülmens ehemalige Bürgermeisterin Dorothea Hainke ließ sich das Buch über die Tagebuchaufzeichnungen des Herzogs von Croy vom Übersetzer und Herausgeber Hans Pleschinski nach der Lesung signieren.
Dülmens ehemalige Bürgermeisterin Dorothea Hainke ließ sich das Buch über die Tagebuchaufzeichnungen des Herzogs von Croy vom Übersetzer und Herausgeber Hans Pleschinski nach der Lesung signieren.
(Marcy)


Dülmen/Münster. Das war für die Dülmener ungewohnt: Hans Pleschinski, Übersetzer und Herausgeber der geheimen Tagebücher des Herzogs Emanuel von Cro˙ (1718 bis 1784) wählte die altfranzösische Aussprache, wenn er über den Herzog sprach. Und im Altfranzösischen klingt „Croy“ wie „Krui“.

Aber auch Vertrautes hörten die Besucher aus Dülmen auf der Lesung in der Stadtbücherei Münster, zu der der Literaturverein Münster eingeladen hatte: So fragte Vorsitzender Hermann Wallmann Hans Pleschinski nach der „Kulturachse Dülmen - Paris“. Pleschinski hatte erst im Archiv des Herzogs von Cro˙ in Dülmen, dann in der Académie franēaise für sein Buch recherchiert.


Von dieser klangvollen Kulturachse hörten die Dülmener natürlich gerne. Als eine Zuhörerin wissen wollte, warum Abschriften der von Cro˙’schen Tagebücher in Dülmen seien, fiel Pleschinski die delikate Aufgabe zu zu erläutern, warum sich die Herzogliche Familie vor rund 200 Jahren in Dülmen niedergelassen hatte - und das in Anwesenheit des Herzogs von Cro˙ aus Dülmen (Pleschinski begrüßte die Familie nicht namentlich, sondern diskret als „Nachfahren“). Die Aufgabe meisterte Pleschinski gut, so wie er überhaupt im Umgang mit dem Stoff Fingerspitzengefühl bewies. Aus der Fülle der von Cro˙’schen Tagebuchaufzeichnungen hatte er eine interessante Auswahl getroffen und übersetzt.

Er zeigt Herzog Emanuel von Cro˙ in seinem Buch als wachen und Anteil nehmenden Beobachter, der anschaulich beschreiben konnte. Der Applaus des Auditoriums am Ende der Lesung galt damit sowohl ihm als auch dem Tagebuchschreiber. Zu den Zuhörern, die sich ein Buch vom Übersetzer signieren ließen, gehörte Dülmens ehemalige Bürgermeisterin Dorothea Hainke.

VON CLAUDIA MARCY


26 · 01 · 12





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
AKTUELLE FOTOSTRECKEN
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:
FAHRPLAN-AUSKUNFT
von:
Haltestelle Str./Nr.
nach:
Haltestelle Str./Nr.
MÜNSTERLAND


© Dülmener Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette