Fusion vor der Entscheidung


Wie der Zuschnitt der Gemeinden in Dülmen künftig aussehen wird (das Foto zeigt St. Viktor) ist noch nicht klar.
Wie der Zuschnitt der Gemeinden in Dülmen künftig aussehen wird (das Foto zeigt St. Viktor) ist noch nicht klar.
(Archiv)


Dülmen. Das Thema Gemeindefusion beschäftigt die Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinden in Dülmen und den Ortsteilen seit einem Jahr. Am Mittwoch, 8. Februar, 20 Uhr, trifft sich Weihbischof Dieter Geerlings im Pfarrheim St. Joseph mit Vertretern der Dülmener Gemeinden, um über die verschiedenen Fusionsmodelle zu sprechen. Am Ende des Abends solle dann eine Entscheidung stehen, macht Wilfried Renk, Leiter der Stabsstelle Gemeindefusion im Bistum Münster, im Gespräch mit der DZ deutlich.

Ursprünglich war für Januar das Treffen zwischen dem Bistum und den Gemeinden vereinbart worden. Dann aber habe man einen Aufschub vereinbart, so Renk, „weil es noch Gespräche in den Pfarreien gibt.“ Eine neue Lösung werde diskutiert, sagt Renk, ohne deutlicher zu werden.


Nach DZ-Informationen handelt es sich um einen Vorschlag, der bereits zu Beginn der Gespräche im Raum stand: Ein Zwei-Gemeinden-Modell, das sich am Verlauf der L 551 orientiert. Die Gemeinde Heilig Kreuz, die sich nach der Zusammenlegung mit Maria Königin gegen eine Fusion gewandt hat, würde danach mit den Pfarrgemeinden Buldern und Hiddingsel zusammengelegt. Rorup und Merfeld, die bisher eine kleine Landgemeinden-Lösung favorisiert hatten, würden zu der zweiten Großgemeinde mit St. Viktor und St. Joseph gehören. Brigitte Scholtyssek, Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Heilig Kreuz, bittet um Verständnis, dass sie keinerlei Auskunft zu den noch laufenden Gesprächen gebe. Da sei noch nichts „in trockenen Tüchern“, sagt sie.

Deutlicher wird Hermann Richter, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates St. Agatha Rorup. Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat der Roruper Gemeinde laden alle Gemeindemitglieder zu einem Informationsabend am Mittwoch, 25. Januar, 20 Uhr ins Bürgerhaus ein. Hier sollen alle Fusionsmodelle diskutiert werden, auch die Teilung entlang der L 551.

Eindrücke und Ergebnisse der Gemeindeversammlung werde man dann am 8. Februar dem Weihbischof vortragen. Richter hofft auf eine Entscheidung an dem Abend. Die Stimmung in St. Agatha jedenfalls sei angesichts des sich lang hinziehenden Prozesses schlecht, sagt er.

VON CLAUDIA MARCY


23 · 01 · 12




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