"Eine ganz entzückende Stadt"


Der Schriftsteller und Übersetzer Hans Pleschinski recherchierte für sein Buch "Nie war es herrlicher zu leben. Das geheime Tagebuch des Herzogs von Cro˙" in Dülmen.
Der Schriftsteller und Übersetzer Hans Pleschinski recherchierte für sein Buch "Nie war es herrlicher zu leben. Das geheime Tagebuch des Herzogs von Cro˙" in Dülmen.


Dülmen. Der Autor, Übersetzer und Herausgeber Hans Pleschinski recherchierte für sein im vergangenen Jahr erschienenes Buch „Nie war es herrlicher zu leben. Das geheime Tagebuch des Herzogs von Cro˙“ in Paris und in Dülmen bei derHerzog von Cro˙ ’schen Verwaltung. Im Gespräch mit der DZ schildert der München lebende Autor seine Eindrücke.

Herr Pleschinski, Sie kommen gebürtig aus Celle in Niedersachsen und leben seit vielen Jahren in München. Wie kommt es, dass Sie sich mit dem Herzog von Cro˙ beschäftigen - haben Sie Beziehungen zu Dülmen?
Pleschinski: Es ist gut 30 Jahre her, dass ich in einem Antiquariat in Paris eine Ausgabe der Tagebuchaufzeichnungen von Emmanuel Herzog von Cro˙ fand. Vier Bände, 1600 Seiten stark. Erschienen auf Französisch, um 1900. Seitdem hat mich das Leben dieses Höflings und meisterhaften Autors nicht mehr losgelassen. Ich habe weiter Material gesammelt, und vor drei Jahren, als ich die nötige Zeit und Muße hatte, habe ich begonnen, die Texte zu übersetzen.

Aber Sie haben sich nicht nur auf die französische Ausgabe von 1900 gestützt?
Pleschinski: Ich habe nachgeforscht, und so bin ich nach Dülmen gekommen. Ich habe Kontakt zu der Herzog von Cro˙ ’schen Verwaltung in Dülmen aufgenommen. Dort hat man sehr nett und zuvorkommend auf mein Anliegen reagiert. Mir wurde die alte Abschrift der Tagebuchaufzeichnungen zur Verfügung gestellt, die ich in Dülmen studieren konnte.


Sie waren also längere Zeit in Dülmen?
Pleschinski: Eine Woche. Gewohnt habe ich im Merfelder Hof. Ich erinnere mich an das gute Essen dort. Und: Es war Winter. In Dülmen war Weihnachtsmarkt und vor dem Rathaus gab es die Eisbahn. Ich fand die Stadt ganz entzückend.

In Dülmen konnten Sie nur Abschriften lesen, haben Sie auch die Original-Tagebücher in der Hand gehabt?
Pleschinski: Ja, das war in Paris. Die Original-Tagebücher des Herzogs von Cro˙ werden in der Bibliothek der Académie francaise aufbewahrt.



Das komplette Interview ist in der Samstagsausgabe der DZ nachzulesen.

Der Autor liest am kommenden Mittwoch, 25. Januar, 20 Uhr, in der Stadtbücherei in Münster.

VON CLAUDIA MARCY


20 · 01 · 12





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