Buldern. Farmers Guardian African Akono, kurz Akono genannt, ist auf dem Olymp angekommen. Der vierjährige Rhodesian Ridgeback aus der Zucht von Helmut Koch aus Buldern ist jetzt in Paris zum Weltsieger gekürt worden. „Mehr geht nicht. Akono ist in der Weltspitze etabliert“, ist Helmut Koch auf seinen Zuchterfolg mächtig stolz. Die Kopfform, die Zähne, die Augen, die Ohren, der Hals, die Rückenlinie, die Rute und die Pfoten. Die Wertungsrichter bei der Welt-Hundeausstellung überprüften in der französischen Hauptstadt eine lange Liste an Merkmalen bei den über 200 Rhodesian Ridgeback. Es gehe nur um die Schönheit der Hunde, nicht um Leistung. Koch: „Aber nur ein gesunder Hund kann diese Werte bringen.“ Vor zwei Jahren war der Rüde, der im Besitz von Wolfgang Reiter aus Sulzbach im Saarland ist, schon einmal Vize-Weltsieger. „Dass sich ein Hund so lange in der Weltspitze hält, ist schon ungewöhnlich.“ Schließlich werde auf den Ausstellungen durchaus mit „harten Bandagen“ gekämpft.
Akono stammt aus dem ersten Wurf von Kochs Rhodesian Ridgeback-Hündin Meranga Grande African Queen, kurz Queenie. Diese will der Bulderaner im kommenden Jahr zum vierten und letzten Mal decken lassen. „Danach ist Schluss.“ Ob sich weitere so große Zuchterfolge einstellen, bleibt abzuwarten. „Das ist bei Welpen nur schwer zu sagen“, erklärt Koch. Die Rückenlinie (Ridge) zum Beispiel, sei bei den gerade geborenen Hunden für ganz wenige Minuten nur zu sehen. Danach verschwinde er für Wochen. „Nur in den ersten Minuten kann man sehen, wie der gezeichnet ist. Die Proportionen bleiben.“ Auch Akono habe man diese außergewöhnlichen Qualitäten nicht angesehen.
Aber bevor Queenie für Nachwuchs sorgen wird, hofft Koch, mit seiner anderen Hündin, Farmers Guardian African Sky, kurz Sky, kleine Rhodesian Ridgeback zu bekommen. „Wir haben sie vor zwei Wochen decken lassen. In zehn Tagen können wir eine Ultraschall-Untersuchung durchführen lassen. Dann wissen wir mehr.“
Und für Akono geht es weiter. Er soll zum ersten Mal an der Crufts, einer großen Hunde-Ausstellung in England, teilnehmen. „Für diese Ausstellung kann man sich nicht bewerben oder anmelden, dazu muss man eingeladen werden.“ Und mit dem Titel Weltsieger in der Tasche öffnen sich jetzt für den Hund aus Dülmen-Buldern auch diese Türen.