Buldern - Die Buldernerin findet deutliche Worte: „Ich bin denjenigen dankbar, die dafür gesorgt haben, dass der jetzige Zustand erreicht wurde.“ Konkret: Die Frau, die mit ihrer Familie an einer der Zufahrtsstraßen zur Biker‘s Farm wohnt, ist über die Entscheidung der Stadt froh, dass die Biker‘s Farm kein Motorrad-Treff mehr sein darf. Die Lärmbelästigung durch die an- und abfahrenden Biker sei enorm, sagt sie.
Andere Bulderner stimmen ihr zu. Sie alle betonen, dass sie nicht grundsätzlich etwas gegen Biker haben und auch die erfolgreiche Arbeit der Biker‘s Farm lehnen sie nicht ab. Aber sie meinen, dass ein Motorrad-Treff einfach nicht in das Naherholungsgebiet Bulderner See gehöre.
Die Bulderner, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen wollen, weil sie unangenehme Reaktionen von jenen fürchten, die sich für die Biker‘s Farm einsetzen, schildern, wie sehr sie unter dem Lärm der an- und abfahrenden Motorräder zur Biker‘s Farm leiden. Im Sommer im Garten sitzen, auf der Terrasse ein Buch lesen - Fehlanzeige, sagen sie. „Das ist bei dem Lärm nicht möglich.“ Mit ihren Familien meiden sie den Bulderner See, wenn dort die Biker sind. Zu gefährlich sei es, dort mit dem Rad entlangzufahren, wenn gleichzeitig so viele Motorradfahrer unterwegs seien. Ihre Hoffnung ist, dass der Bulderner See wieder zu einem ruhigen Naherholungsgebiet für die Bulderner wird.
Zielgruppe für die Speise- und Schankgaststätte am See sollten dann Radfahrer sein, plädieren sie durchaus für Tourismus - aber für einen sanften. Sie sind davon überzeugt, dass mit der Zielgruppe der Radtouristen und Naturfreunde eine Gaststätte am Bulderner See lukrativ geführt und gleichzeitig der Charakter eines Naherholungsgebietes beibehalten werden könnte.
Auch wenn sie nicht namentlich an die Öffentlichkeit treten wollen, sind sie doch davon überzeugt, dass eine schweigende Mehrheit hinter ihnen stehe und so wie sie denke.
Es gebe auch Bulderner, die ihre Klagen über den durch die Biker verursachten Lärm nicht ernst nehmen, wissen sie. „Aber wer im Sommer einmal auf unserer Terrasse gesessen und gehört hat, wie laut es ist, gibt uns Recht.“
Weitere Berichterstattung zum Thema Biker's Farm finden Sie in der DZ-Printausgabe von Samstag.