Dülmen. Zehn zentrale Punkte sind es, in denen die Vertreter der Interessengemeinschaft Naturschutz Rödder ihre Bedenken gegen die geplante Deponie der Firma Remex in Rödder gebündelt haben. Von der angedachten Höhe des Schuttberges, die bei rund 25 Metern liegt, bis zur mangelnden Information reicht dabei die Liste des Vereins. Die Mitglieder befürchten, dass eine „Deponielandschaft mit dem Charakter einer Abräumhalde“ in Rödder entstehen wird, so das Fazit in der Stellungnahme. Der Vorsitzende Rainer Leiermann, Geschäftsführer Hubertus Wolfgang Trippens sowie Beisitzer Johannes Kordel übergaben die gebündelten Einwände am Dienstagabend an Bürgermeisterin Lisa Stremlau. Die sagte bei dem Termin im Dülmener Rathaus zu, diese am kommenden Donnerstag an Landrat Konrad Püning weiterzuleiten.
Leiermann und Trippens haben die Ausführungen in den vergangenen Wochen vorbereitet. Neben den zehn zentralen Punkten umfasst die Stellungnahme einen umfangreichen Anhang, unter anderem mit einer „Chronologie von 1990 bis Stand heute“, erläutert der Vorsitzende. Die Interessengemeinschaft setzt sich dafür ein, dass statt der Deponie, gemäß einer Auflage aus dem Jahr 1996, die verfüllte Tongrube zu einem Biotop umgestaltet werden soll. Ende Juli hatten Anwohner die Interessengemeinschaft Naturschutz Rödder gegründet. Die Anlieger haben zudem einen Anwalt aus Frankfurt eingeschaltet, der rechtliche Schritte prüft.