Herzogliche Verwaltung:
Konkretes Angebot an Concepta 


So stellt sich die Concepta das mögliche neue Geschäftshaus an der Münsterstraße vor.
So stellt sich die Concepta das mögliche neue Geschäftshaus an der Münsterstraße vor.


Dülmen. Die Herzog von Croy'sche Verwaltung hat der Concepta Projektentwicklung konkret das kik-Gebäude an der Münsterstraße angeboten, um es in die Gesamtplanungen einer möglichen Innenstadtentwicklung einfließen zu lassen. Das bestätigte Güterdirektor Josef Kirchbeck am Dienstag der DZ. „Wir würden es zwar nicht verkaufen, aber es gibt sicherlich andere Möglichkeiten, das Grundstück einzubringen“, sagte er mit Blick auf einen denkbaren Erbpachtvertrag. Selbst werde die Croysche Verwaltung im Rahmen des Großprojektes nicht aktiv werden, schloss Kirchbeck ein finanzielles Engagement aus.

Die Concepta aus Düsseldorf möchte gleich drei Innenstadtstandorte für 40 Millionen Euro entwickeln. Dazu zählen eine StadtGalerie am Lüdinghauser Tor als Ankerprojekt und kleinteiliger Einzelhandel hinter dem Rathaus als Innenstadtanbindung. Die kleineren Geschäfte sollen nach dem Achsenkonzept der ZID zum kik-Gebäude an der Münsterstraße führen. Auf diesem Grundstück stellt sich die Concepta ein neues Geschäftshaus vor. Im Erdgeschoss sollen sich zwei Anbieter aus den Bereichen Mode und Sport über 1750 Quadratmeter ansiedeln. In den Obergeschossen sind 120 Parkplätze vorgesehen. Mit einem Café, einem Vorplatz an der Nonnengasse und dem Zurücksetzen der Gebäudefluchten soll die Münsterstraße insgesamt attraktiver werden. Dazu kommen Büros und Praxen.


Güterdirektor Kirchbeck weiß, dass das zentral gelegene Grundstück wichtig für eine städtebauliche Entwicklung ist. Er sieht in den Concepta-Plänen eine große Chance für Dülmen. „Daher würden wir nie sagen, wir stellen unsere Immobilie als Schlüsselgrundstück nicht zur Verfügung“, so Kirchbeck. Er geht davon aus, dass der Textildiscounter kik, der über 1000 Quadratmeter Fläche in dem früheren Fachgeschäft Nottenkämper hat, den Standort Dülmen bei einer Veränderung wohl kaum verlassen werde. „Es gibt viele Menschen, die dort einkaufen. Ich kann mir daher auch nicht vorstellen, dass sich kik verkleinern wird“, sagte Kirchbeck zu Gerüchten, dass sich der günstige Textiler für die leer stehende Kaisers-Immobilie an der Marktstraße interessiere. Denkbar sei vielmehr, dass kik an einem der drei möglichen Concepta-Standorte auftauchen würde.

Der Güterdirektor machte deutlich, dass die Croysche Verwaltung eine neutrale Position in der Concepta-Diskussion vertrete. Das Kaufhaus am Schlosspark, das von der Croyschen Verwaltung gebaut wurde, sei autark. „Es braucht keine zwingende Ergänzung“, sagte er mit Blick auf die mögliche StadtGalerie an der Kreuzung Lüdinghauser Straße / Halterner Straße. „Es schadet aber auch nicht, sollte etwas daneben entstehen.“

Dr. Björn Isenhöfer, einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Concepta, bestätigte die Gespräche mit der Croyschen Verwaltung. „Das kik-Grundstück spielt eine wesentliche Rolle in unserem Gesamtkonzept“, sagte Isenhöfer. Mit einem Dutzend Immobilieneigentümern laufen derzeit die Gespräche über die drei ins Auge gefassten Standorte, darunter auch mit der Kirche wegen der Flächen hinter dem Rathaus (DZ berichtete). Dabei seien die Signale positiv, sagte Isenhöfer. Die Concepta möchte bis Herbst Klarheit in allen Grundstücksfragen haben.

VON RALF REPÖHLER


03 · 08 · 10





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