Busfahrer und Unternehmer haben Stillschweigen vereinbart


(Symbolbild)
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Dülmen. Die fristlose Kündigung eines Bus-Fahrers aus Dülmen im September des vergangenen Jahres sorgte für Diskussionen. Der Mann war eingeschritten, als er aus seinem Schulbus sah, wie ein 13-Jähriger einen 7-jährigen Schüler auf dem Schulhof drangsalierte. Der Bus-Fahrer war dazwischen gegangen.

Für den Bus-Unternehmer schoss er damals über das Ziel hinaus, weil er dem älteren Schüler auch Schläge angedroht habe - und der Fahrer erhielt die Kündigung.


Die Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Bocholt blieb erfolglos. Die Richterin hatte seinerzeit vorgeschlagen, das Arbeitsverhältnis, das nur rund ein Jahr bestanden habe, gegen Zahlung einer Abfindung in Höhe von rund 750 Euro zu beenden. Darauf ließ sich der Busfahrer nicht ein. Er wolle seinen Job behalten und habe nur die vielbeschworene Zivilcourage bewiesen.

Für den gestrigen Freitag war der Kammertermin vor dem Arbeitsgericht angesetzt. Die Zeit bis dahin schienen beide Parteien aber genutzt zu haben, um noch einmal in den Dialog zu treten. Denn kurz vor der Verhandlung wurde in dieser Woche die Kündigungsschutzklage zurückgezogen. „Wir haben uns geeinigt“, sagte der Bus-Unternehmer auf DZ-Anfrage.

Weitere Einzelheiten könne und dürfe er nicht sagen. „Es wurde Stillschweigen aller Parteien vereinbart. Daran müssen und werden wir uns halten“, sagt auch sein Anwalt, Mark-Peter Stinshoff aus Gescher, im DZ-Gespräch.

VON JÜRGEN PRIMUS


19 · 03 · 10



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