Graugänse im Kreisel

Klaus Jahn (r.) zeigt das Modell seiner Skulptur „Gegen den Wind“, die nach übereinstimmender Meinung der Jury den Kreisel in Buldern schmücken soll.

Klaus Jahn (r.) zeigt das Modell seiner Skulptur „Gegen den Wind“, die nach übereinstimmender Meinung der Jury den Kreisel in Buldern schmücken soll.
(Foto: Claudia Marcy)



Buldern. Die Skulptur „Gegen den Wind“ von Klaus Jahn wird den Kreisel am Bulderner Bahnhof als kultureller Beitrag des Ortsteils zum Projekt Dülmen 2011 schmücken. Knapp zwei Stunden tagte Donnertagnachmittag unter Vorsitz von Ortsvorsteherin Edith Eiersbrock die Jury in der Volksbank Buldern, dann stand die Entscheidung fest. Mit großer Einstimmigkeit, betonte Bruno Austerschulte, sei das Votum gefallen.

Die Arbeit von Klaus Jahn besteht aus einem Sandsteinsockel, aus dem fünf gewellte Edelstahlstangen ragen. Jede trägt eine Graugans, von denen vier in eine Richtung, eine einzelne Gans in die entgegengesetzte Richtung fliegt. Manchmal sei es gut, gegen den Strom zu schwimmen, erklärte dazu Jahn.

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Der 64-jährige, ehemalige Gesamtschulleiter und Wahlbulderner („Seit 17 Jahren wohne ich hier.“) möchte mit seiner Skulptur an das Wirken von Graugänse-Vater Konrad Lorenz zu Beginn der 50er-Jahre in Buldern erinnern. Durch diese Arbeit, die wie alle weiteren 30 Vorschläge für eine Kreisel-Skulptur in Sparkasse und Volksbank ausgestellt war, sei das Wirken von Konrad Lorenz wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt, sagte Eiersbrock.

Das Interesse an der Ausstellung sei groß gewesen, bestätigte Martin Herding von der Volksbank in Buldern. Auch die Eintragungen in der Kladde für Besucherkommentare belege, dass viele Bulderner die Arbeit von Klaus Jahn anspricht.

Die Jury überzeugte die Leichtigkeit und Dynamik der Skulptur. Gegenüber dem Modell werden die Graugänse im Original eine hellere Farbe erhalten, der Sockel wird niedriger ausfallen. Klaus Jahn wird gemeinsam mit Nasko Satrovic, der das Fundament spendet, „vor Ort und Stelle“ ausprobieren, wie hoch die Stangen werden. Die Vögel sollen eine Länge von rund einem Meter haben und parallel zur Bahnlinie fliegen, so die Überlegung von Klaus Jahn. Ob die vier Gänse oder der gegen den Wind fliegende Vogel Richtung Dülmen schaut, kann er noch nicht sagen. Ginge es nach der Jury, würden die nächstplatzierten Arbeiten auch realisiert.


07 · 05 · 09



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