Vortrag bei der kfd St. Brictius

Was es heißt, in Afghanistan Frau zu sein


Christiane Althoff mit Kindern des Waisenhauses in Mazar-e-Sharif. Foto:
Christiane Althoff mit Kindern des Waisenhauses in Mazar-e-Sharif. Foto:
(privat)


Schöppingen - „Leben unter der Burka? Was es heißt, in Afghanistan Frau zu sein“: Unter diesem Motto lädt die kfd St. Brictius zum Vortrag von Christiane Althoff am 9. Februar (Donnerstag) ab 20 Uhr in die Alte Küsterei ein.

Die gebürtige Osterwickerin, die zwei Jahre in dem Land am Hindukusch gelebt und gearbeitet hat, wird von ihren Erfahrungen erzählen, heißt es in einer Ankündigung. Sie will den Zuhörern nahebringen, wie die Frauen in dieser von der Tradition des Islam aber auch dem Krieg der vergangenen 30 Jahre geprägten Kultur leben. Althoff weiß etwa von der hohen Analphabetenquote, aber auch von der Sehnsucht nach Bildung zu berichten. Sie spricht von der permanenten Kontrolle der Frau durch die männlichen Familienmitglieder, aber auch von der sozialen Sicherheit, welche die Familie in diesem Land gibt.


Zahlreiche Fotos, die Althoff selbst gemacht hat, sind ein wesentlicher Bestandteil des Vortrags: Sie zeigen die Hochzeitsrituale der zumeist von den Eltern arrangierten Ehen, die Arbeit der wenigen politisch aktiven Frauen, aber besonders immer wieder den Ganzkörperschleier.

Diese blaue Burka kann dann von den Teilnehmern des Vortrags auch ausprobiert werden - ein ungewohnter Aus- und Anblick für die Trägerin und die anderen Gäste. Althoff ist aber wichtig, nicht nur Befremdlichkeit für die so andere Kultur Afghanistans zu vermitteln, sondern gleichzeitig zu zeigen, dass diese Kultur immer in der Tradition des Landes verstanden werden muss und somit auch nicht von den westlichen Ländern als „rückständig“ verurteilt werden kann.

Zudem wird sie auch mithilfe der Fotos zeigen, wie eine Spende der Theatergruppe der kfd Schöppingen an ein Kinderheim in Mazar-e-Sharif überreicht wurde - dies war nach eigenen Angaben auch für die Referentin eine bewegende Erfahrung.

Nach dem Vortrag bleibt noch Zeit für viele Fragen und für eine Diskussion. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Projekt „Bildung trifft Entwicklung“ des Vereins „Eine-Welt-Netz NRW“ statt. Es wird um Anmeldung bei Christa Wigger ( ' 0 25 55/81 58) oder bei Mechthild Marpert ( ' 0 25 55/15 58) gebeten.



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