Frischer Wind für alte Siedlungen


Ganz nett, aber in die Jahre gekommen: So sieht es in vielen Kommunen in der Region aus. Die Regionale 2016 sucht jetzt neue Ideen für alte Wohngebiete.
Ganz nett, aber in die Jahre gekommen: So sieht es in vielen Kommunen in der Region aus. Die Regionale 2016 sucht jetzt neue Ideen für alte Wohngebiete.
(Foto: Regionale 2016)


-job- KREIS BORKEN. Haus an Haus, Garten an Garten, Garage an Garage: In vielen Siedlungen in der Region sieht´s so aus. Entstanden in den 50er, 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts kommen sie allmählich in Jahre. Viele Häuser haben Sanierungsbedarf, sind nicht altersgerecht. Und weil oft unklar ist, wer die Immobilie mal übernimmt, ist nicht klar, wie es langfristig weitergeht. Weil aber trotz mancher Mängel in vielen solcher Siedlungen viel Potenzial für die Zukunft steckt, kümmert sich jetzt die Regionale-2016-Agentur ums Thema.

„Innen Leben - Neue Qualitäten entwickeln“ lautet die Überschrift eines Projektaufrufs. In den kommenden Monaten sind vor allem Städte, Gemeinden, Wohnbaugenossenschaften, Siedlervereine und andere aufgerufen, Ideen zu entwickeln, wie man Städte und Dörfer von „innen her“ so entwickelt, dass man drumherum nicht ständig neue Baugebiete ausweisen muss - und so die ohnehin knappe Fläche schont. Eine erste Fachtagung zum Thema findet am 23. Februar im TextilWerk Bocholt statt. Dann tauschen sich Architekten, Fachleute aus dem Bauministerium, Immobilienspezialisten und andere Fachleute aus ganz NRW zum Thema aus.


Warum das Thema so wichtig ist, dass die Regionale zum Ideenwettbewerb aufruft, erklärte am Freitag Regionale-Geschäftsführerin Uta Schneider. Sie verglich die Siedlungen um die Ortskerne mit Jahresringen eines Baumes. „Es wäre schade, wenn die Orte hohl würden“, sagte sie. Gerade Quartiere dicht am Ortskern hätten so viele Vorzüge (stadtnah, große und gut geschnittenen Grundstücke), dass es sich lohnen würde, sie neu zu beleben. Fläche sei gerade hier in der Region ein hohes Gut, machten auch Regionale-Mitarbeiter Michael Führs und Carolin Lüke deutlich, dass das Thema von großer Bedeutung ist.

„Wie kann man so eine Siedlung wieder für junge Familien attraktiv machen, die sich zunächst vielleicht für einen Neubau interessieren? Wie kann aus einem Wohngebiet mit hohem Altersdurchschnitt eine attraktive Siedlung für alle Generationen werden? Welche Gebiete eignen sich für Experimente?“ Auf solche und ähnliche Fragen sollen in den kommenden Monaten Antworten gefunden werden.

Nach dem Auftakt in Bocholt sind am 23. März und 27. April zwei Workshops in Velen geplant. Bis Juni 2012 gibt es zudem Vor-Ort-Beratungen für die Zielgruppe.

Am Ende soll aber auch der „einfache Häuslebesitzer“ von dem Ideenwettbewerb profitierten. Schließlich will das Land mit den Regionalen nicht nur Ideen für die Regionen in NRW entwickeln, sondern diese auch mit Geld unterstützen. So könnte es am Ende die eine oder andere Förderung für Immobilienbesitzer geben, schätzt Uta Schneider.

Mehr zum Projektaufruf „Innen Leben - Neue Qualitäten entwickeln“ unter www.regionale2016.de.



03 · 02 · 12





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:
SOZIALE NETZWERKE
MÜNSTERLAND
SOZIALE NETZWERKE






© Dülmener Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette