Hochmoor. Mit dem Bürgerbüro skypen, anstatt zu telefonieren. Wenn es nach Bürgermeister Hubert Effkemann geht, ist das eine Zukunftsmusik, die aus gar nicht so große Entfernung erklingt. Denn auch die BORnet GmbH möchte den Hochmooranern jetzt einen schnelleren Zugang zum Internet ermöglichen. Nachdem bereits über eine Funklösung (wir berichteten) DSL 17.000 und später DSL 50.000 möglich sind - das ist die 44-fache beziehungsweise 130-fache Geschwindigkeit von dem, was dort zur Zeit genutzt werden kann - , will das Borkener Unternehmen die Geschwindigkeiten noch einmal verdoppeln: Auf eine Übertragungsrate von 100 MBit pro Sekunde. Aber "kein DSL, sondern Glasfaser", wie Marketing Managerin Sinah Gervink betont. "Die gesamte Branche ist sicher, dass das die Technik der Zukunft ist", sagt sie. Das Besondere: "Wir gehen mit der Glasfaser bis in jede Wohnung." Beim herkömmlichen DSL wird mindestens die letzte Strecke mit einem Kupferkabel überbrückt. Das lässt allerdings nicht dieselben Geschwindigkeiten zu wie Glasfaser. Je länger, desto langsamer. Das sei auch die Ursache dafür, dass in den Außengebieten nur gedrosseltes oder gar kein DSL verfügbar ist.
Bürgermeister Hubert Effkemann ist von den Möglichkeiten begeistert: "Das sind große Chancen für die Zukunft." Ein erster Schritt müsse jetzt kommen.