Busfahrer wollte schlichten und verlor Job - Keine Einigung vor Gericht


Symbolbild.
Symbolbild.
(Foto: Colourbox)


Dülmen - Als er sah, dass ein 13-jähriger Schüler einen siebenjährigen Schüler auf einem Schulhof in Dülmen körperlich anging, griff ein Busfahrer am 16. September ein. Doch statt Dank und Lob für die Zivilcourage verlor der Dülmener seinen Arbeitsplatz. Der Vorwurf: Er habe überreagiert und dem Schüler sogar Schläge angedroht.

„Busfahren ist meine Leidenschaft“, sagte der Mann gestern beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Coesfeld. Er wolle wieder ans Lenkrad.


Das aber schloss der Anwalt des Busunternehmers für seinen Mandanten aus. Und auch die Richterin äußerte Bedenken. „Das ist eine Gratwanderung. Der Fall hat Außenwirkung. Was ist, wenn die Schüler Angst vor Ihnen haben oder die Eltern ihre Kinder nicht mit Ihnen fahren lassen wollen?“, fragte sie.

Doch das Verfahren durch einen Vergleich abzuschließen - im Raum stand eine Abfindung in Höhe von 750 Euro oder eine fristgerechte Beendigung des Arbeitsverhältnisses unter Anrechnung des Urlaubs - lehnten die Parteien ab und drückten damit auf die Bremse.

Denn jetzt geht es erst am 12. Februar mit einem Kammertermin vor dem Arbeitsgericht in Coesfeld weiter. „Ich bin nicht gerade begeistert“, sagte die Richterin, „denn jetzt muss ich eventuell Kinder als Zeugen vernehmen.“



08 · 12 · 09



MEHR ZUM THEMA




TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
SOZIALE NETZWERKE
AKTUELLE FOTOSTRECKEN
KURZMELDUNGEN
FAHRPLAN-AUSKUNFT
von:
Haltestelle Str./Nr.
nach:
Haltestelle Str./Nr.


© Dülmener Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette