Radsport
Katusha: Rick Zabel und Kittel in der Findungsphase

Noch warten Radprofi Rick Zabel und sein Katusha-Alpecin-Rennstall auf den ersten Saisonsieg ihres neuverpflichteten Teamkollegen Marcel Kittel. Der Sohn des berühmten Vaters Erik Zabel bleibt dennoch entspannt. Die wichtigen Rennen für das Team kommen erst noch.

Montag, 05.03.2018, 17:23 Uhr

Radsport: Katusha: Rick Zabel und Kittel in der Findungsphase
Foto: Arne Dedert

Frankfurt/Main (dpa) - Entspannt stand Rick Zabel im Frankfurter Palais und gönnte sich ein Sandwich. Kurz zuvor hatte der 24 Jahre alte Radprofi aus Unna mit einigen seiner Berufskollegen an der Streckenvorstellung der neu aufgelegen Deutschland Tour teilgenommen.

Das Etappenrennen soll vom 23. bis 26. August erstmals seit zehn Jahren wieder stattfinden. Der Sohn des einstigen Telekom-Idols Erik Zabel ließ die junge - für das Katusha-Team noch nicht sehr erfolgreiche - Saison Revue passieren. Die prominente Katusha-Neuverpflichtung Marcel Kittel wartet noch auf seinen ersten Saisonerfolg - ganz im Gegensatz zu seinen 2018 bereits jeweils zweimal siegreichen einheimischen Sprinterkonkurrenten André Greipel und John Degenkolb.

Weder bei der Dubai Tour noch der Abu-Dhabi-Rundfahrt hatte es geklappt. Aber Rick Zabel, dessen Hauptaufgabe die Sprint-Vorbereitungen für Kittel sind, bleibt noch locker. «Die Saison ist ja noch jung. Wir wollen lieber bei der Tour de France oder den wichtigen Rennen Siege einfahren, als in der Wüste und dann nicht mehr», sagte Zabel der Deutschen Presse-Agentur.

Im Vorjahr hatte Zabel dem inzwischen zum UAE-Team Emirates abgewanderten Norweger Alexander Kristoff zu zahlreichen Saisonsiegen verholfen. Bei Kittel hakt es noch. «Wir müssen uns mit Marcel als Team auch erst finden. Das haben wir uns sicher auch ein bisschen leichter vorgestellt», sagte Zabel und ergänzte: «Kristoff und Marcel sind auch einfach zwei ganz unterschiedliche Sprintertypen. Man muss die Sprints ganz anders vorbereiten. Marcel muss sich an uns und wir uns an Marcel gewöhnen.»

Bei der italienischen Fernfahrt Tirreno-Adriatico bietet sich ab nächster Woche eine weitere Möglichkeit, die Findungsphase mit Kittel in einen Tageserfolg umzumünzen. Aber Zabel denkt auch schon an die wieder belebte Deutschland-Tour. «Es sieht schon schwer aus, aber die Etappen kommen mir entgegen. Es wäre toll, dort einen Etappensieg einzufahren», sagte der Katusha-Sprinter.

Vor allem die erste Etappe ist für Zabel junior und sein Team von großer Bedeutung: Im Startort Koblenz ist der Radsponsor der Equipe mit der Schweizer Lizenz angesiedelt. «Ich möchte auf alle Fälle auf der ersten Etappe um den Sieg mitsprinten», ließ Kittel wissen.

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