Jugendspieler war gesperrt worden
Sportgericht hebt Urteil

Dülmen. Das Bezirksjugendsportgericht unter dem Vorsitz von Reinhard Leuker (SV Ems Westbevern) hat nach seiner mündlichen Verhandlung am Dienstag in Emsdetten das Urteil gegen einen Hiddingseler Jugendkicker aufgehoben.

Freitag, 09.03.2018, 19:09 Uhr

Jugendspieler war gesperrt worden: Sportgericht hebt Urteil
Foto: Symbolbild

Dieser war mit einer achtwöchigen Spielsperre belegt worden. Das Kreisjugendgericht hatte nach dem hitzigen B-Junioren-Spiel zwischen Vorwärts Hiddingsel und VfL Billerbeck II getagt. In dem Spiel kurz vor Weihnachten war es für beide Teams um viel gegangen, wollte sich der jeweilige Nachwuchs für die Meisterrunde qualifizieren. Am Schluss behielten die Kicker vom Wido deutlich mit 6:0 die Oberhand. In der Schlussminute des Spiels wurde ein Billerbecker Spieler mit Roter Karte des Feldes verwiesen. Er soll „Hurensohn“ zum Unparteiischen gesagt haben.

Am Ende fand sich aber der Hiddingseler auf der Anklagebank wieder, weil er vom Zeugen zum Angeklagten wurde. Die Billerbecker hatten dem Hiddingseler die Schuld für die verbalen Entgleisungen zugesprochen. Dieser habe aber nur auf das Vergehen des Gegenspielers beim Schiedsrichter hingewiesen.

„Am Ende der Verhandlung sind wir auch nach der Anhörung wichtiger Zeugen zu der Erkenntnis gelangt, dass niemanden eine 100-prozentige Schuld trifft. Daher war das Urteil aufzuheben und das Verfahren einzustellen“, so der Vorsitzende auf DZ-Anfrage. Beide Seiten seien wohl an den Entgleisungen beteiligt gewesen. Ein wichtiger Zeuge sei der Schiedsrichter gewesen.

Leuker: „Das ist aber kein Freispruch, was sich auch bei den Verfahrenskosten ablesen lässt.“ Die Billerbecker und Hiddingseler müssen jeweils 77,90 Euro zahlen. Das Urteil sei rechtskräftig. Damit werde jetzt auch nicht mehr der Billerbecker Spieler sportgerichtlich verfolgt.

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