Handball-Damen unterliegen beim Schlusslicht
Kay Hiller: „Von allem zu wenig“

Dülmen. Mit einer deutlichen Niederlage im Gepäck reisten die Kreisliga-Handballerinnen des TV Dülmen am Sonntag sichtlich geknickt nach Dülmen zurück. Beim Tabellenletzten aus Castrop zeigten die Dülmenerinnen ihre bisher schwächste Saisonleistung und ließen in allen Bereichen einiges vermissen.

Montag, 05.03.2018, 19:09 Uhr

TV-Torhüterin Kirsten Zapp (r.) musste in Castrop sogar auf dem Feld aushelfen, sie warf ein Tor, doch die Niederlage beim Tabellenletzten vermochte sie nicht zu verhindern.
TV-Torhüterin Kirsten Zapp (r.) musste in Castrop sogar auf dem Feld aushelfen, sie warf ein Tor, doch die Niederlage beim Tabellenletzten vermochte sie nicht zu verhindern. Foto: jp

Die Gäste mussten neben Larissa Ross nun auch kurzfristig und krankheitsbedingt auch auf Frederike Stell verzichten, sodass mit Lea Brüner einzig eine gelernte Rückraumspielerin zur Verfügung stand. Trainer Kay Hiller traute der erst 18-jährigen Leandrea Schmelter durchaus zu, die Rolle von Frederike Stell im rechten Rückraum einzunehmen. Was gespielt werden sollte, war klar angesagt, doch wurde über 60 Minuten nicht umgesetzt. Stattdessen agierten die Gäste nervös und zu überhastet. Etliche Bälle, die zu leichten Toren führen sollten, kamen nicht an und viele Abschlüsse waren unvorbereitet. Zur Halbzeit führte der Gast dennoch mit 6:5.

In der zweiten Hälfte setzte sich die Fehlerkette fort. Es fehlte schlichtweg an Durchschlagskraft auf allen Positionen. Das so wichtige Spiel über die Kreisläufer fand ebenso wenig statt, wie das für Dülmen sehr wichtige Tempospiel. Kay Hiller versuchte von Außen verschiedenste Akzente zu setzen. Doch Angriffsumstellungen, Positionswechsel und verschiedenste Wechsel auf der halbrechten Position erzielten nicht die gewünschte Wirkung. Bezeichnend für dieses Spiel war, dass den Gästen gerade einmal zwei Tore im gesamten Spiel durch Gegenstöße gelangen. Es wurde alles versucht. Um mehr Durchschlagskraft und körperliche Präsenz zu zeigen, schickte der TVD sogar Torhüterin Kirsten Zapp mit einem Trikot ausgestattet auf das Feld. Und diese war es, die einen Gegenstoß mit Iris Last konsequent mitlief, von ihr paralell in den Lauf angespielt wurde und traf. Doch auch das half am Ende nicht mehr, da die Gastgeber gestern fast nach Belieben trafen und die Gäste viel zu harmlos im Angriff agierten. So gewann der Castroper TV nicht unverdient mit 19:15 gegen den TV Dülmen.

„Es war offensichtlich, dass wir diese Ausfälle sehr schwer kompensieren können. Dennoch bin ich enttäuscht, denn wir können viel mehr als das, was wir da geboten haben. Ausfälle hin oder her. Da müssen alle Verantwortung übernehmen. Unbedingter Wille ein Tor machen zu wollen, fehlte heute ebenso, wie die hundertprozentige Einstellung und körperliche Gegenwehr hinten Tore zu verhindern. Ich habe seit Beginn der Saison immer wieder betont, dass man in dieser Liga niemanden schlägt, wenn man nicht alles rausholt. Auch nicht gegen den Letzten. Das war von allem zu wenig.“

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