TV Dülmen gewinnt das Volleyball-Derby gegen Buldern mit 3:1
Der Adler bleibt am Boden

Dülmen. Durch den Sieg im traditionell heiß umkämpften Derby über die DJK Adler Buldern mit 3:1 (25:23; 25:18; 20:25; 15:10) positionieren sich die Volleyballdamen des TV Dülmen im Tabellenmittelfeld und haben nun die beste Ausgangsposition für den direkten Klassenerhalt in petto. „Die Adler blieben heute am Boden und darüber bin ich nicht unglücklich“, kommentierte TV-Trainer Markus Mohr den Spielausgang. „Das Derby ist das eine, aber beide Teams hatten die Punkte dringend nötig. Das war der Vorentscheid, wer drin bleibt und wer in die Relegation nach unten muss. Im Hinspiel war Buldern nicht zu stoppen, aber heute hatten wir den besseren Tag.“

Mittwoch, 21.02.2018, 19:09 Uhr

Zeigten keine gute Leistung: Die Volleyballerinnen der DJK Adler Buldern.
Zeigten keine gute Leistung: Die Volleyballerinnen der DJK Adler Buldern. Foto: tse

Auf Bulderner Seite herrschte am Ende nur noch eine große Enttäuschung, die wichtigen Punkte nicht eingefahren zu haben und nicht an die Leistungen aus den letzten Spielen anknüpfen zu können. Trainer Frank Regenbogen hatte nach dem Spiel nichts Positives hinzuzufügen: „Die Leistung meiner Mannschaft war heute durch die Bank unerklärlich schlecht. Nun gilt es in den letzten beiden Spielen gegen Bocholt und Velen alles zu geben und die maximale Punktzahl mitzunehmen, um die Relegation doch noch abwenden zu können.“ Dabei begann das Spiel für die Bulderanerinnen ganz ordentlich. Denn gleich zum Start kam die Ernüchterung für den TVD, der nach 2:0-Führung mit 2:11 in Rücklage geriet.

Der TVD kam nicht in den Tritt. Die DJK musste nichts anderes tun, als dankbar die Punkte am Netz entgegenzunehmen. Die Situation besserte sich nicht zum 8:17-Rückstand. In der anschließenden Auszeit wurde die Maxime ausgegeben, den Satz abzuschreiben und sich für die nächste Runde warm zu boxen. Genau das gab die unerwartete Initialzündung. Mit einem „Jetzt erst recht“ auf den Lippen formierten sich die Dülmener Damen und schalteten auf Vollgas. Die DJK war beim 19:20 fast eingeholt, wehrte sich nochmal bis mit der 23:21-Führung, konnte aber nicht verhindern, überrannt zu werden. Mit Fortuna im Rücken machte der TVD zielstrebig die letzten Punkte und sprintete über die Ziellinie.

Im zweiten Satz gönnte sich der TV zu Beginn seine obligatorische Schaffenspause und begann die Arbeiten erst beim 2:6-Rückstand. Die DJK punktete mit einem starken Block und agiler Feldabwehr, konnte aber nicht verhindern, dass der TV Fahrt aufnahm. Unterstützt durch die lenkende Hand von Libera Melina Laubrock in Annahme und Abwehr konnte der TV zum 11:13 aufschließen und auf 19:15 vorpreschen. Das war der Vorentscheid. Buldern machte von nun an unerklärliche Eigenfehler direkt im Anschluss an hart erkämpfte Punkte. Der TV konzentrierte sich auf sein Spiel, setzte seine starken Außenangreifer in Szene und gewann den Satz mit 18 Gegentreffern.

Im dritten Satz obsiegte die Hybris. Gestartet mit einer ungewohnten 7:2-Führung konnte das Momentum im TV-Lager nicht aufrechterhalten werden. Die Adler erkannten ihre Chance, konzentrierten sich auf die Dülmener Schwachpunkte und zogen auf 7:9 vorbei. Beim 11:14 verletzte sich zu allem Unglück noch TV-Kapitänin Pia Zahlten an der Hand und musste zur Behandlung ausgewechselt werden. Damit war der Spielfluss dahin, Buldern setzte sich weiter ab und brachte den Satz mit Mühen nach Hause.

Im letzten Satz hatte der TVD einen Höhenflug der Adlerdamen erwartet, aber die blieben im Horst sitzen. Zur Begrüßung schaffte es Dülmens Mittelangreiferin Karin Bähr mit Hilfe einer gepfefferten Aufschlagserie ihr Team auf 11:1 in Führung zu bringen, beide Auszeiten auf der generischen Seite frühzeitig zu provozieren und ihren Abgang noch mit einem As abzurunden. Ab jetzt ergab sich die DJK in Eigenfehlern. Unverhältnismäßig viele Aufschläge und Angriffe landeten ohne Not im Netz und unnötige Netzfehler wurden vom Schiedsgericht geahndet. So musste der TV zum 16:8 wenig dazu steuern. Das letzte Aufbäumen der Adlerriege blieb aus und der TV konnte sein Spiel mit nur zehn liegen gelassenen Punkten abschließen.

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