Handball-Damen des TV Dülmen gewinnen bei Bochum-Riemke III mit 34:19
Überzeugende Vorstellung

Dülmen. Vor dem Auswärtsauftritt bei Bochum-Riemke III und gerade nach der Partie gegen den Bochumer HC hatten die Handball-Trainer Martin Jordan und Kay Hiller einige kleinere Spitzen in Richtung ihrer TV-Damen verteilt, um das eine oder andere Prozent bei jeder Spielerin noch heraus zu kitzeln. Und diese Maßnahme brachte bei einigen die erwünschte Wirkung. Hohes Tempo in allen Bereichen, das Agieren mit Kopf sowie deutlich mehr Zug zum Tor hatten die Trainer gefordert.

Montag, 12.02.2018, 18:48 Uhr

Lea Brüner (am Ball) bekamen die Bochumerinnen nie in den Griff. Brüner traf 17 Mal, wobei sie zehn von elf Siebenmetern verwandelte.
Lea Brüner (am Ball) bekamen die Bochumerinnen nie in den Griff. Brüner traf 17 Mal, wobei sie zehn von elf Siebenmetern verwandelte. Foto: jp

Die Gäste, die an diesem Tag auf Abwehrchefin Larissa Ross verzichten mussten, begannen motiviert. Einige Spielerinnen mussten sich gerade im Deckungsverband verständlicherweise aber auch erst einmal an die ungewohnten Positionen gewöhnen. Bochum fand zu Beginn noch die eine oder andere Lücke und konnte die ersten zehn Minuten noch das Spiel offen gestalten.

Doch dann drückten die Dülmenerinnen, wie bereits einige Male in dieser Saison gezeigt, konsequent auf das Gaspedal und zogen mit einer Sechs-Tore-Führung beim Stand von 9:3 nach 17 Minuten davon. Gegenstöße, die konsequent vorgetragene zweite Welle und schöne Treffer aus dem Positionsspiel sorgten dafür, dass Bochum-Riemke sich kaum auf die Gäste einstellen konnte, da die Dülmenerinnen in allen Bereichen Gefahr ausstrahlten. Zur Halbzeit führte der Gast mit 17:10.

Direkt mit Wiederbeginn erfolgte der nächste 5:0-Lauf der Gäste, denen jetzt scheinbar alles gelang. 20 Meter lange Bodenpässe, quer über das Feld im Vollsprint geworfen, fanden im erweiterten Gegenstoß ihren Abnehmer. Und auch die Abschlussquote war im Gegensatz zu den letzten Partien deutlich besser. Die Trainer wechselten munter durch. Doch einen Wermutstropfen hatte diese Partie: Neuzugang Laura Holländer knickte im Rückraum in einer Rückwärtsbewegung um und musste mit Verdacht auf eine erneute Bänderverletzung nach wenigen Einsatzminuten wieder vom Feld.

Die Gäste kümmerten sich zunächst um ihre Spielerin und dann gleich wieder um den Gegner. Der auch in Halbzeit zwei weiter permanent unter Druck gesetzt wurde und oftmals dem hohen Tempo der Gäste nicht folgen konnte. Der Vorsprung wurde immer größer, die TV-Damen trafen von allen Positionen. Die Spielerinnen hatten zudem verstanden, dass sie mit unbedingtem Willen in Eins-gegen-Eins-Situationen gehen und diese auch dann voll durchziehen müssen, so holten sie über zehn Siebenmeter für das Team heraus. Die TV-Damen ließen einfach nicht nach, waren auch bei 14 Toren Vorsprung noch immer hungrig und gewannen so auch in der Höhe verdient bei Bochum-Riemke III mit 34:19.

„Das war ein überzeugender Auftritt. Wir sind endlich einmal ganz konsequent dahin gegangen, wo es weh tut, und haben uns so unsere Chancen erarbeitet und zudem sehr gut und konzentriert abgeschlossen“, lobte Trainer Hiller. „Wir hoffen, dass Laura schnell zurückkehren kann, sie ist wichtig für uns. Leider hat der gute Schiedsrichter die Partie nach 60 Minuten beendet, denn Martin und ich konnten uns gar nicht satt sehen, an dem was die Mädels Samstag gespielt haben. Wenn wir das immer abrufen, ist es schwer, uns zu schlagen.“

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