Do., 16.02.2017

TSG-Nachwuchs will am Samstag vor dem BVB-Stadion demonstrieren "Kinder auf die Süd"

Die Nachwuchs-Kicker der TSG Dülmen sind zum großen Teil BVB-Fans und wollen am Samstag in Dortmund dafür demonstrieren, dass nach der Tribünensperrung wenigstens Kinder dort die Borussia live im Stadion erleben können.

Die Nachwuchs-Kicker der TSG Dülmen sind zum großen Teil BVB-Fans und wollen am Samstag in Dortmund dafür demonstrieren, dass nach der Tribünensperrung wenigstens Kinder dort die Borussia live im Stadion erleben können. Foto: Primus

Dülmen. Nach den Ausschreitungen im Spiel gegen RB Leipzig und der Tribünensperrung für den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund war die Idee in den Sozialen Netzwerken schnell geboren: Statt die Südtribüne am Samstag gegen Wolfsburg komplett leer zu lassen, sollen Schulkinder und Nachwuchs-Kicker das Erlebnis Fußball-Bundesliga hautnah und kostenlos erleben können.

Von Jürgen Primus

„Das wäre mal eine gute Aktion vom Fußball-Verband gewesen“, sagt Christian Pennekamp . „Doch die Fußball-Funktionäre sind zu unflexibel. Das ärgert mich maßlos.“ Zusammen mit Claudia Bischoff organisiert der Dülmener für Samstag eine Demo vor dem Signal-Iduna-Park. „Wir sind in friedlicher Mission unterwegs. Aber wir wollen auch nicht alles stillschweigend hinnehmen und den Kindern vermitteln, dass man sich für seine Interessen auch einsetzen muss.“

So basteln die E1-Kicker der TSG Dülmen , die größtenteils schon BVB-Fans sind, für Samstag Plakate. Darauf werden Slogans stehen, wie: „Kinder auf die Süd“ oder „Wir wollen hier rein.“ Ab etwa 14.15 Uhr wollen die Dülmener vor der BVB-Fanwelt demonstrieren. Weitere Unterstützer seien gerne gesehen.

Christian Pennekamp: „Wir haben im Vorfeld Carsten Kramer von der Marketing-Abteilung des BVB angeschrieben. Ich hoffe, dass sich jemand aus der BVB-Geschäftsführung blicken lässt.“ Argumente des Fußball-Verbandes, dass sich so eine Aktion mit 25.000 Kindern so schnell nicht organisieren lasse, lässt Pennekamp nicht gelten. „Da ist fast eine Woche Zeit. Das reicht. Da muss man nur die Schulen und Fußballvereine in der näheren Umgebung anschreiben.“

Und was sagen die jungen Kicker: „Wir möchten gerne ins Stadion. Aber es gibt ja nur ganz selten Karten zu kaufen.“ Daher hoffen sie, dass es am Samstag gegen Wolfsburg dank ihres Einsatzes und Protestes mit dem Stadionbesuch noch klappt. Claudia Bischoff: „Und wenn nicht, dann schauen wir das Spiel in der Nähe im Fernsehen. Aber die Kinder haben schon mal wieder Stadionatmosphäre geschnuppert.“

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