Bildung
Giffey bekräftigt Kita-Gebührenbefreiung als Ziel

Berlin (dpa/lnw) - Angesichts einer überdurchschnittlichen Belastung finanzschwacher Familien durch Kita-Gebühren hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) das Ziel der Beitragsfreiheit bekräftigt. Hohe Elternbeiträge könnten eine Hürde für den Besuch einer Kita oder Tagespflege sein, sagte sie in einer Mitteilung zu einer am Montag veröffentlichten entsprechenden Studie der Bertelsmann-Stiftung. «Das Einkommen der Eltern darf aber nicht darüber entscheiden, ob und wann Kinder in eine Kindertageseinrichtung gehen. Eine zentrale Säule unseres Gute-Kita-Gesetzes ist deshalb der Einstieg in die Beitragsfreiheit.»

Montag, 28.05.2018, 06:20 Uhr

Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin, im Bundeskanzleramt.
Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin, im Bundeskanzleramt. Foto: Bernd von Jutrczenka

In dieser Wahlperiode fließen Giffey zufolge 3,5 Milliarden Euro in die Kindertagesbetreuung. Das sei eine gute Grundlage für qualitative Verbesserungen, von denen die Kinder, ihre Familien und die Erzieherinnen profitieren würden.

Einkommensarme Familien sind einer Bertelsmann-Erhebung zufolge bei Kita-Beiträgen überproportional stark belastet. Haushalte unterhalb der Armutsrisikogrenze müssten einen nahezu doppelt so hohen Anteil ihres Einkommen für die Kita aufwenden wie finanziell besser gestellte Familien, berichtete die Stiftung nach einer Umfrage.

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