Chemie
Evonik investiert 400 Millionen Euro im Chemiepark Marl

Essen (dpa/lnw) - Der Chemiekonzern Evonik will in seinem Werk in Marl die Produktion eines Spezialkunststoffs für den Autobau und den 3-D-Druck kräftig aufstocken. Mit 400 Millionen Euro plane Evonik die größte Investition in Deutschland, kündigte Vorstandschef Christian Kullmann am Mittwoch in Essen an. Die Produktionskapazität für den Hochleistungskunststoff Polyamid 12 werde um mehr als 50 Prozent steigen. Der neue Anlagenkomplex mit rund 150 Arbeitsplätzen soll Anfang 2021 in Betrieb gehen. Evonik beschäftigt im Chemiepark Marl rund 6000 Mitarbeiter direkt.

Mittwoch, 14.03.2018, 12:29 Uhr

Christian Kullmann steht unter dem Logo des Konzerns.
Christian Kullmann steht unter dem Logo des Konzerns. Foto: Rolf Vennenbernd

Der Markt für Polyamid 12, das in vielen Bereichen als Ersatz für Stahl eingesetzt werden könne, wachse weltweit jährlich um fünf Prozent. Für den 3-D-Druck liege der Zuwachs sogar im zweistelligen Bereich. «Mit dem geplanten Kapazitätsausbau wollen wir unsere führende Marktposition bei Polyamid 12 stärken», sagte Kullmann. Die Investition zeige, dass Deutschland ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Industriestandort sei.

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