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Fr., 12.01.2018

Fußball Torlinientechnik: Fehleranalyse bei GoalControl

Düsseldorf/Paris (dpa) - Nach der vorläufigen Aussetzung der Torlinientechnik durch Frankreichs Fußball-Liga LFP strebt der deutsche Dienstleister GoalControl eine gründliche Fehleranalyse an. «Es ist komplex. Es handelt sich um ein optisches System, das durch äußere Einflüsse beeinflusst werden kann. Das wird nun alles sauber untersucht», sagte der ehemalige Nationalspieler Simon Rolfes, Gesellschafter der in Würselen bei Aachen angesiedelten Firma, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Von dpa

Ein «Vorfall», wie es Rolfes beschrieb, habe zu der Aussetzung geführt. Die mit dem System verbundene Uhr des Schiedsrichters habe im Ligapokal keine Signale gegeben, obwohl sie es hätte tun müssen, und Signale in Situationen gegeben, in denen das nicht hätte passieren dürfen. Laut Rolfes seien «optische Systeme» durch «äußere Rahmenbedingungen» beeinflussbar. In diesem Fall seien möglicherweise «LED-Banden» verantwortlich. Ein anderer äußerer Einfluss könne zum Beispiel auch die Stadionbeleuchtung sein.

«Wir wollen den Vertrag natürlich erfüllen. Aber für beide Seiten muss es eine dauerhafte Lösung geben», sagte Rolfes. GoalControl hat mit der französischen Liga einen Vertrag bis 2019. Schon im Dezember habe die Liga GoalControl nach «zahlreichen Fehlleistungen» abgemahnt. Der Verwaltungsrat der LFP werde kommende Woche über das weitere Vorgehen in dieser Angelegenheit entscheiden.

GoalControl, Konkurrenz des in der Fußball-Bundesliga eingesetzten «Hawk-Eye»-Systems, wird auch in Portugal verwendet. Dort habe es laut Rolfes bislang keine Probleme gegeben.

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