Fr., 02.12.2016

Schulen Lehrerverband beklagt Personalmangel an Grundschulen

Eine Schülerin meldet sich mit Handzeichen während des Unterrichtes.

Eine Schülerin meldet sich mit Handzeichen während des Unterrichtes. Foto: Felix Heyder

Dortmund (dpa/lnw) - Der Lehrerverband VBE gibt seine massive Kritik an der mangelnden Personalausstattung der Grundschulen nicht auf. Eine neue Umfrage habe ergeben, dass fast jede vierte Grundschule in NRW Anfang November noch Stellen ausgeschrieben habe, nur 45 Prozent davon seien bis Mitte des Monats besetzt worden, teilte der VBE mit. Er hat die Antworten von 1390 Schulen, also etwa der Hälfte der Grundschulen in NRW, auf eine entsprechende Umfrage ausgewertet.

Von dpa

«Aufgrund einer anhaltenden Misere bei der personellen Ausstattung» seien die Grundschulen «nicht länger in der Lage, ihren Bildungsauftrag zu erfüllen», kritisierte der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann.

Besonders drastisch sehe es bei den Stellen für die Inklusion, das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern, aus. Hier finde sich «nur für jede fünfte Stelle für sonderpädagogische Förderung von Kindern eine entsprechende Fachkraft».

«Dramatisch» sei auch die Versorgung mit Konrektoren: Nur 39 Prozent der Schulen, die die VBE-Umfrage beantworteten, hätten eine stellvertretende Leitung. Konrektoren verdienten nur 87 Euro im Monat mehr als normale Lehrer, es sei deshalb ein Fehler, sie von der Besoldungserhöhung für Schulleitungen auszuklammern. Der VBE forderte auch insgesamt eine bessere Bezahlung der Lehrer, die zum Beispiel in Bayern 4000 Euro im Jahr mehr verdienten als in NRW.

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