Mi., 30.11.2016

Extremismus Hotel verhindert Lejeune-Auftritt bei Islamisten-Verein

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der vom Verfassungsschutz beobachtete Verein Ansaar International hat dem umstrittenen Aktivisten Martin Lejeune ein Podium in Düsseldorf bieten wollen. Die Leitung eines Hotels am Flughafen habe dies aber durch ein Hausverbot für den Mann verhindert, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Dieser habe seine geplante Rede nicht halten können und das Hotel wieder verlassen müssen.

Von dpa

Lejeune war als Kriegsreporter im Gaza-Streifen durch seine Nähe zur palästinensischen Hamas in die Kritik geraten. Der Konvertit hatte zuletzt in einem Video-Auftritt sogar Zweifel am Holocaust geäußert.

Der in Düsseldorf ansässige Verein Ansaar International ist im NRW-Verfassungsschutzbericht erwähnt. Er gilt als «fest mit der deutschen Salafisten-Szene» verwoben und als «Bestandteil der extremistisch-salafistischen Szene». Er organisiert Hilfskonvois nach Syrien.

«Der Salafismus zeigt mit dieser Einladung an Martin Lejeune sein wahres Gesicht - die Absicht Juden umzubringen und zu verbrennen», kritisierte Michael Szentei-Heise, der Direktor der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf. «Es ehrt das Maritim sehr, dass sie das Hausverbot erteilt haben.»

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