Mi., 19.10.2016

Prozesse Zug rammt Güllewagen: Traktorfahrer vor Gericht

Traktorfahrer muß sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Traktorfahrer muß sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Foto: Friso Gentsch

Ibbenbüren/Münster (dpa/lnw) - Nach einem schweren Zugunglück im Münsterland mit zwei Toten und mehreren Verletzten muss sich seit Mittwoch ein Traktorfahrer vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den tödlichen Zusammenstoß in Ibbenbüren im Frühjahr 2015 durch fahrlässiges Verhalten verursacht zu haben. Er soll seinen Gülleanhänger nicht richtig am Traktor befestigt haben. Beim Überqueren der Gleise löste sich der angehängte Wagen und blieb auf dem Bahnübergang stehen. Eine herannahende Regionalbahn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in das Hindernis. Der Lokführer und eine 18-Jährige starben, 15 Passagiere wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

Von dpa

Vor dem Amtsgericht Ibbenbüren, das in Münster tagte, sagte der Angeklagte, er habe den Anhänger nicht selbst angekuppelt. Er sei davon ausgegangen, dass das Gespann gesichert sei. Er schilderte seine verzweifelten Versuche, das Unglück abzuwenden. Er habe sich noch bemüht, den Anhänger rechtzeitig aus dem Weg zu bekommen und den Bahnfahrer zu warnen.

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