Kreis Coesfeld
Noch fünf Jahre bis zum Happy End

Kreis Coesfeld / Kreis Borken. Dass die IHK-Regionalausschüsse für die Kreise Coesfeld und Borken ge-meinsam tagten, hatte einen guten Grund. In der Werkstatt der Alexianer in Dülmen (AlexTagWerk) ging es noch einmal um die B 67 n, die für die gewerbliche Wirtschaft im Westmünsterland von großer Bedeutung ist. „Die Freude, dass endlich Baurecht für das letzte Teilstück zwischen Merfeld und Dülmen vorliegt, ist bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern groß“, fasst Heinrich-Georg Krumme, Vorsitzender des Coesfelder Regionalausschusses, die Stimmung in den Gremien zusammen. „Es ist schließlich dem Engagement der regionalen Wirtschaft maßgeblich zu verdanken, dass es doch noch ein Happy End für das Straßenbauprojekt gibt“, ergänzt Anja Meuter, die dem Borkener IHK-Regionalausschuss vorsitzt.

Montag, 25.06.2018, 18:11 Uhr

Kreis Coesfeld: Noch fünf Jahre bis zum Happy End
Freuen sich auf den nahenden Baubeginn für das letzte Teil-stück der B 67n (v.l.): IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel und die Regionalausschussvorsitzenden Anja Meuter und Heinrich-Georg Krumme. Foto: az

Viele Mitglieder der beiden Regionalausschüsse gehören der Unternehmerinitiative B 67 n an, die sich seit 14 Jahren für den Ausbau der West-Ost-Achse einsetzt. „Das war wichtiger Rückenwind für das Projekt zum richtigen Zeitpunkt“, hatte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst noch vor wenigen Wochen den Einsatz der regionalen Wirtschaft gewürdigt. 50 Jahre nach Planungsbeginn wird voraussichtlich in diesem Jahr der erste Spatenstich für den letzten Lückenschluss erfolgen. Fünf Jahre werde es voraussichtlich dauern, bis die Straße durchgängig befahrbar ist, informierten Manfred Ransmann und Gisela Schulze-Spüntrup von Straßen.NRW. In den IHK-Regionalausschüssen wurde die Beharrlichkeit, mit der der Landesbetrieb das Projekt vorangetrieben hat, ausdrücklich gelobt.

In die Freude über das vorliegende Baurecht mischt sich aber auch Unverständnis über das Ausmaß der Flächenkompensation für den Straßenbau. Aus Sicht vieler Mitglieder geht da-durch zu viel Fläche für eine wirtschaftliche Nutzung verloren. Sie befürchten, dass sich die Konkurrenz um Flächen zwischen Landwirtschaft, Gewerbe und Wohnungsbau verstärken wird.

Um einen wichtigen Standortfaktor ging es auch beim zweiten Thema der gemeinsamen Sitzung der IHK-Regionalausschüsse: Der Mangel an Fachkräften droht das Wachstum im boomenden Westmünsterland zu bremsen. „Vom Berufskraftfahrer über den Logistiker bis zur Technikerin suchen die regionalen Unternehmen nach Fachkräften. Gerne auch aus den Niederlanden – wenn sie denn kämen“, beschrieb IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel die Situation. Die Unternehmen lud er ein, die Projekte zu nutzen, mit denen die IHK Betriebe bei der Fachkräftegewinnung unterstützt. Die Angebote „Passgenaue Besetzung“, „IHK-Willkommenslotse“ oder „Azubi-Speed-Dating“ seien insbesondere auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten. Die Ausbildung im eigenen Unternehmen bezeichnete der IHK-Hauptgeschäftsführer als „weiterhin erfolgreichsten Weg“, genau die Fachkräfte zu gewinnen, die das Unternehmen auch braucht.

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