Einsatz für den Kampfmittelräumdienst
Panzerfaustgranate auf dem Acker gefunden

Appelhülsen -

Vermutlich beim Pflügen ist eine Panzerfaustgranate aus dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht gekommen. Es kam zu einer Verpuffung.

Dienstag, 17.07.2018, 19:19 Uhr

 
  Foto: Anne Eckrodt

Hinterlassenschaft aus dem Zweiten Weltkrieg: Auf einem Feld an der L551 bei Appelhülsen Richtung Buldern ist am Dienstag eine amerikanische Panzerfaustgranate gefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte gegen 12.45 Uhr eine Passantin im Vorbeifahren Rauch auf dem Feld beobachtet und die Feuerwehr informiert.

Diese rückte mit zwei Fahrzeugen aus und untersuchte die Quelle des Rauches und stellte fest, dass hier der Kampfmittelräumdienst vonnöten ist. Noch bevor die Spezialisten angerückt waren, gab es – so die Polizei – eine Verpuffung. Rund 20 Minuten habe die Granate – ein Metallrohr, gefüllt mit weißem Phosphor – anschließend noch gequalmt. Der Kampfmittelräumdienst kümmerte sich abschließend um den Fund, die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle.

Keine weitere Munition gefunden

Wahrscheinlich, so die Polizei, war die Granate am Vorabend aus dem Boden geholt worden, als das Feld gepflügt worden war. Die Hitze und die Luft, die an die Granate gekommen ist – Phosphor entzündet sich selbst durch den Kontakt mit Sauerstoff – hätten dafür gesorgt, dass diese zu qualmen begann.

Nach der Sicherung des Fundes untersuchten die Kampfmittelspezialisten mit Sonden und Metalldetektoren das Umfeld, fanden aber keine weitere Munition mehr. Nachbarn berichteten, dass sich im Zweiten Weltkrieg in der Nähe eine Flakstellung befunden hatte, die eine Erklärung für die Granate sein könnte.

Das Ordnungsamt der Gemeinde, originär zuständig für Kampfmittelfunde, wird jetzt eine Meldung an Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg schicken. Dann ist der historische Fund Geschichte.

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