Zwei Lüdinghauser beim WM-Finale
„In der Nikolskaja war die Hölle los“

Lüdinghausen -

Besonders die Gastfreundlichkeit der Russen werden sie in Erinnerung behalten – und wollen wiederkommen. Franz-Josef Gosmann und Gero Borrmann haben das WM-Endspiel in einer Moskauer Kneipe verfolgt, gemeinsam mit Fußball-Fans unterschiedlicher Nationalitäten.

Mittwoch, 18.07.2018, 08:00 Uhr

Bei ihrem Moskau-Trip lernten die Lüdinghauser Franz-Josef Gosmann (2.v.l.) und Gero Borrmann (r.) Fußball-Fans aus aller Herren Länder kennen. Vor dem Finale ließen sie sich mit einem kroatischen und einem französischen sowie einem russischen Fan ablichten. Zum Besuchsprogramm der beiden gehörte natürlich auch der Rote Platz (kl. Foto).
Bei ihrem Moskau-Trip lernten die Lüdinghauser Franz-Josef Gosmann (2.v.l.) und Gero Borrmann (r.) Fußball-Fans aus aller Herren Länder kennen. Vor dem Finale ließen sie sich mit einem kroatischen und einem französischen sowie einem russischen Fan ablichten. Zum Besuchsprogramm der beiden gehörte natürlich auch der Rote Platz (kl. Foto). Foto: privat

Ihre Begeisterung ist auch zwei Tage nach Abpfiff des Endspiels um die Fußballweltmeisterschaft noch nicht abgeklungen. „Es war eine unendliche Vielfalt an Nationalitäten. Das war unglaublich“, beschreibt Franz-Josef Gosmann, der gemeinsam mit Gero Borrmann eigens für das Finale nach Moskau geflogen ist, die Atmosphäre in der russischen Hauptstadt. „Es war eine tolle Stimmung“, schildert Borrmann seine Eindrücke. Die Reise hatten die beiden Lüdinghauser schon im November vergangenen Jahres geplant. „Es war eine Schnapsidee in unserer Kartenrunde“, erzählt er. Schließlich seien aber nur sie beide übrig geblieben.

Auf dem Schwarzmarkt wurden bis zu 3000 Dollar pro Karte verlangt. Da war ich raus.

Franz-Josef Gosmann zu den Ticketpreisen beim WM-Endspiel

Das Endspiel zwischen Frankreich und Kroatien haben sie allerdings nicht im Luschniki-Stadion verfolgen können. Allein die offiziellen Ticketpreise reichten von 400 bis 1200 Dollar. „Auf dem Schwarzmarkt wurden bis zu 3000 Dollar pro Karte verlangt“, sagt Gosmann: „Da war ich raus.“ Dafür fanden die beiden Lüdinghauser Platz in einer Kneipe nur einen Steinwurf vom Olympiastadion entfernt. Gemeinsam mit einem Ägypter und einem Mexikaner sowie einer Riege kroatischer und deutscher Fans schauten sie sich das Spiel an.

Zwei Lüdinghauser zum WM-Finale in Moskau

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  • Die Lüdinghauser Gero Borrmann und Franz-Josef Gosmann waren zum WM-Endspiel in Moskau. Das Spiel verfolgten sie mangels Tickets allerdings nicht im Stadion, sondern in einer Kneipe. Foto: privat
  • Die Lüdinghauser Gero Borrmann und Franz-Josef Gosmann waren zum WM-Endspiel in Moskau. Das Spiel verfolgten sie mangels Tickets allerdings nicht im Stadion, sondern in einer Kneipe. Foto: privat
  • Die Lüdinghauser Gero Borrmann und Franz-Josef Gosmann waren zum WM-Endspiel in Moskau. Das Spiel verfolgten sie mangels Tickets allerdings nicht im Stadion, sondern in einer Kneipe. Foto: privat
  • Die Lüdinghauser Gero Borrmann und Franz-Josef Gosmann waren zum WM-Endspiel in Moskau. Das Spiel verfolgten sie mangels Tickets allerdings nicht im Stadion, sondern in einer Kneipe. Foto: privat
  • Die Lüdinghauser Gero Borrmann und Franz-Josef Gosmann waren zum WM-Endspiel in Moskau. Das Spiel verfolgten sie mangels Tickets allerdings nicht im Stadion, sondern in einer Kneipe. Foto: privat
  • Die Lüdinghauser Gero Borrmann und Franz-Josef Gosmann waren zum WM-Endspiel in Moskau. Das Spiel verfolgten sie mangels Tickets allerdings nicht im Stadion, sondern in einer Kneipe. Foto: privat
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  • Die Lüdinghauser Gero Borrmann und Franz-Josef Gosmann waren zum WM-Endspiel in Moskau. Das Spiel verfolgten sie mangels Tickets allerdings nicht im Stadion, sondern in einer Kneipe. Foto: privat
  • Die Lüdinghauser Gero Borrmann und Franz-Josef Gosmann waren zum WM-Endspiel in Moskau. Das Spiel verfolgten sie mangels Tickets allerdings nicht im Stadion, sondern in einer Kneipe. Foto: privat
  • Die Lüdinghauser Gero Borrmann und Franz-Josef Gosmann waren zum WM-Endspiel in Moskau. Das Spiel verfolgten sie mangels Tickets allerdings nicht im Stadion, sondern in einer Kneipe. Foto: privat
  • Die Lüdinghauser Gero Borrmann und Franz-Josef Gosmann waren zum WM-Endspiel in Moskau. Das Spiel verfolgten sie mangels Tickets allerdings nicht im Stadion, sondern in einer Kneipe. Foto: privat

Nach dem Abpfiff ging es dann in die inoffizielle Fanmeile der WM – in die Nikolskaja, eine Seitenstraße nur unweit des Roten Platzes. „Da war die Hölle los“, sagt Gosmann. Aber: „Alles lief absolut friedlich ab. Sicherheitsbedenken hatten wir zu keinem Zeitpunkt“, erklärt Borrmann. Und: Die Russen seien voller Gastfreundlichkeit gewesen. Viele hätten Fotos mit den beiden Deutschen machen wollen – eine schöne Erfahrung, stellen sie rückblickend fest. Obwohl natürlich der Fußball im Vordergrund der Reise stand, absolvierten Gosmann und Borrmann auch ein touristisches Programm: Roter Platz, Schiffstour auf der Moskwa, Besuch im Kaufhaus Gum. Besonders beeindruckt sind beide von den U-bahn-Stationen – „das sind Kunstwerke für sich“.

Moskau werden sie in bester Erinnerung behalten, wollen irgendwann mit ihren Familien dorthin reisen. Nach ihren Erfahrungen der freundlich-lockeren Atmosphäre bei ihren Begegnungen mit den Menschen sind sie überzeugt: „Auch die Russen haben die WM genossen.“

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