Landesstraße 520 ist nun offiziell ein Schwerpunkt
Polizei reagiert auf die vielen Unfälle

Sendenhorst -

Die Landesstraße 520 zwischen Sendenhorst und Wolbeck/Alverskirchen ist ein Unfallschwerpunkt. Das sieht nun auch die Kreispolizei in Warendorf so. 15 zum Teil sehr schwere Unfälle sind allein die Bilanz des Jahres 2017. Den Ursachen wird nun die Verkehrskommission auf den Grund gehen.

Sonntag, 24.06.2018, 06:00 Uhr

Immer wieder ereignen sich auf der Landesstraße 520 schwere Unfälle. Bei diesem wurden zwei jungen Menschen getötet.
Immer wieder ereignen sich auf der Landesstraße 520 schwere Unfälle. Bei diesem wurden zwei jungen Menschen getötet. Foto: Josef Thesing

15 zum Teil sehr schwere Unfälle hatte es im vergangenen Jahr auf der in Teilen recht maroden Landesstraße 520 gegeben. Beim schwersten waren im Frühjahr zwei Menschen verstorben.

Das hat Konsequenzen in der Betrachtung der kurvenreichen Straße durch den Kreis Warendorf und durch die Polizei. Die Behörden haben zwei Unfallhäufigkeitsstellen identifiziert. Das erklärte die Direktionsleiterin „Gefahrenabwehr/Einsatz“ bei der Kreispolizei, Andrea Mersch-Schneider, am Donnerstagabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Nun werde sich die Verkehrsunfallkommission mit der Straße beschäftigen und sie bewerten. Dabei sei unter anderem die Frage zu klären, ob die Unfallhäufigkeit eher der Fahrweise der Straßennutzer zuzuschreiben ist, oder ob die Straße in ihrem Zustand mit den Kurven und der Ausstattung – auch mit Schildern – das Problem ist.

Die Polizei hat die Sendenhorster Stadtverwaltung dabei deutlich an ihrer Seite. „Die Verkehrsproblematik muss deutlich mehr in den Blick genommen werden“, sagte Bürgermeister Berthold Streffing. Seine Forderung wird von der Polizeistatistik grstützt. Die sogenannte Unfallhäufigkeitszahl, die die Zahl der Unfälle pro 100 000 Einwohner beschreibt, liegt in Sendenhorst nicht nur über dem Durchschnitt des Kreises, sondern auch über dem des Landes NRW, räumte Andrea Mersch-Schneider ein. Daran gelte es zu arbeiten.

Weit positiver ist die Lange bei der allgemeinden Sicherheit abseits des Straßenverkehrs in Sendenhorst und Albersloh. Die Zahl der Einbrüche sei deutlich zurückgegangen, führte Andrea Mersch-Schneider aus. Das habe auch mit dem Einsatz der Polizei zu tun, die regelmäßig – in Uniform und Zivil – Präsenzeinsätze in den Wohngebieten fahre. „Das wird fortgesetzt“, kündigte Andrea Mersch-Schneider an. Und: „Im Kreis Warendorf ist Sendenhorst eine der sichersten Städte“.

94 Einsätze gebe es in den unterschiedlichen Bereichen im Schnitt im Monat durch die Polizei, so die Direktionsleiterin. Die Zahl der Straftaten sei weiter rückläufig, besonders in den Bereichen Einbruch und Diebstahl. Sie forderte die Bürger auf, Verdächtiges in jedem Fall sofort der Polizei zu melden. Denn aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung gelinge es immer wieder, Langfinger noch vor Ort dingfest zu machen.

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