„Pizza-Königin“ vom Mühlenplatz
Deutschlands beste Pizzabäckerin

Sassenberg -

Sabrina Albanese, seit vier Jahren Inhaberin des Restaurants/Pizzeria Il Mulino in Sassenberg, ist Deutschlands beste Pizzabäckerin. Und das in einer Männerdomäne. In der Kategorie „Pizza Napolitana“ errang sie mit ihrer Margherita-Kreation (Büffel-Mozzarella und Basilikum) bei der alljährlichen Pizza-Weltmeisterschaft im italienischen Parma den deutschen Titel. Im siebenköpfigen DM-Team, das sich aus Pizzabäckern vom Norden bis zum Süden Deutschlands zusammensetzte, war sie die einzige Frau.

Montag, 16.04.2018, 05:00 Uhr

Sabrina Albanese, seit vier Jahren Inhaberin der Pizzeria Il Mulino in Sassenberg, ist Deutschlands beste Pizzabäckerin. Mit ihrer Margherita-Kreation (Büffel-Mozarella und Basilikum) errang die 28-Jährige bei der alljährlichen Pizza-Weltmeisterschaft (9. - 11. April in Parma) unter den deutschen Teilnehmern diesen Titel und Platz sieben unter 800 Teilnehmern aus 44 Ländern.
Sabrina Albanese, seit vier Jahren Inhaberin der Pizzeria Il Mulino in Sassenberg, ist Deutschlands beste Pizzabäckerin. Mit ihrer Margherita-Kreation (Büffel-Mozarella und Basilikum) errang die 28-Jährige bei der alljährlichen Pizza-Weltmeisterschaft (9. - 11. April in Parma) unter den deutschen Teilnehmern diesen Titel und Platz sieben unter 800 Teilnehmern aus 44 Ländern. Foto: Privat

Darf es zur Abwechslung mal eine meisterliche Pizza sein? Sabrina Albanese ist seit vier Jahren Inhaberin des Restaurants/Pizzeria Il Mulino in Sassenberg. Die 28-Jährige ist Deutschlands beste Pizzabäckerin. Und das in einer Männerdomäne. In der Kategorie „Pizza Napolitana“ errang sie mit ihrer Margherita-Kreation (Büffel-Mozzarella und Basilikum) bei der alljährlichen Pizza-Weltmeisterschaft (9. - 11. April) im italienischen Parma den deutschen Titel.

Weltmeister Italien

Im siebenköpfigen Deutschlandteam, das sich aus Pizzabäckern vom Norden bis zum Süden zusammensetzte, war sie die einzige Frau. Ein Titel nicht genug: Unter den 800 besten Pizzabäckern aus 44 Ländern, die um den WM-Titel, kämpften, belegte die Sassenbergerin ebenfalls in der Kategorie „Pizza Napolitana“ einen hervorragenden siebten Platz. Bereits im vergangenen Jahr gewann die gebürtige Gütersloherin mit italienischen Wurzeln die Europameisterschaft.

Weltmeister, wie könnte es anders sein, wurde am vergangenen Mittwoch in Parma ein Italiener. Auch die Plätze zwei und drei der diesjährigen Pizza-WM blieben italienischen Pizzabäckern vorbehalten. Wenn`s mit der Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr schon nichts wird, dann wenigstens Weltmeister im Pizzabacken.

Erfolgsrezept Teig

Doch die 28-jährige Sabrina Albanaese braucht sich nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken. Ihr Erfolgsrezept ist der Teig. Der wird selbstverständlich komplett selbst gemacht, sogar die eingesetzte Hefe stammt aus eigener Herstellung. Der Teig besteht ausschließlich aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz. „Eier, Butter, Milch und Zucker“, sagt sie, „sind für Kuchen.“

Auch kommt der Teig bei ihr niemals auf ein Blech. Kneten und Ausrollen ist Handarbeit – das Nudelholz verpönt. Fingerspitzen- und Zeitgefühl beweist Deutschlands beste Pizzabäckerin beim Backen im Stein- oder wie bei der Weltmeisterschaft im Holzofen. „Ich kann alle Rezepte verraten, aber die Hände machen den Unterschied.“

 

Pizza backende Roboter

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  • Einer der Roboter des Forschungsinstituts ·Artificial Intelligence (AI)· an der Universität in Bremen kippt zubereitetes Popcorn vom Kochtopf in eine Porzellanschüssel.

    Foto: Ingo Wagner
  • Einer der Roboter belegt einen ausgerollten Pizzateig mit geriebenen Käse.

    Foto: Ingo Wagner
  • Im Kochtopf zubereitetes Popcorn wird von einem Roboter vom Herd genommen.

    Foto: Ingo Wagner
  • Der Leiter des Forschungsinstitutes ·Artificial Intelligence (AI)· Prof. Michael Beetz sitzt im Versuchslabor neben einem eher kommerziellen Roboter.

    Foto: Ingo Wagner
  • Der Leiter des Forschungsinstitutes ·Artificial Intelligence (AI)· Prof. Michael Beetz sitzt im Versuchslabor neben einem eher kommerziellen Roboter.

    Foto: Ingo Wagner
  • Einer der Roboter des Forschungsinstituts ·Artificial Intelligence (AI)· an der Universität in Bremen bestreicht einen ausgerollten Pizzateig mit Tomatenmark.

    Foto: Ingo Wagner
  • Einer der Roboter belegt am 08.03.2017 einen ausgerollten Pizzateig mit geriebenem Käse.

    Foto: Ingo Wagner
  • Einer der Roboter des Forschungsinstituts ·Artificial Intelligence (AI)· an der Universität in Bremen ist dabei einen ausgerollten Pizzateig zu belegen.

    Foto: Ingo Wagner

 

Italienische Pizza sieht aus wie ein Mondkrater, mit großem gewölbtem, sehr schmackhaftem Rand, der voller aromatisierender Luftblasen ist.

Sabrina Albanese

Oft kämpfe sie innerlich mit sich, wenn in ihrem Restaurant mal wieder Spaghetti Bolognese oder Ananas als Zutaten gewünscht werden. Oder wenn eine Pizza zurückgeht, weil der knusprige Teig braune Flecken habe. Die 28-Jährige schüttelt den Kopf: „Das muss so sein. Italienische Pizza sieht aus wie ein Mondkrater, mit großem gewölbtem, sehr schmackhaftem Rand, der voller aromatisierender Luftblasen ist.“ Ihr Traum: ein Pizza-Gourmet-Restaurant mit offener Küche und holzbefeuertem Steinofen. Baulich vor Ort nicht umsetzbar, bedauert Sassenbergs „Pizza-Königin“ und fügt hinzu: „Für eine gute Pizza würde ich 100 Kilometer weit fahren.“

Teig-Fiasko im Flugzeug

Insgesamt elf Wettkampf-Kategorien gibt es bei der Pizza-WM in Parma. Eine Jury bewertet neben Geschmack unter anderem auch Hygiene, Technik und Zeit. Sabrina Albanese startete ebenfalls in der Kategorie „Classic“ um den Weltmeistertitel. Als Belag für ihre Pizza wählte sie Parmaschinken, Rucola, Frischkäse-Röschen und getrocknete gelbe und rote Kirschtomaten. Am Ende blieb ein bemerkenswerter 68. Platz unter 800 Mitbewerbern.

Fast drohte die WM für die 28-Jährige zu einem kleinen Fiasko zu werden. Der Teig, den sie in Sassenberg zubereitet, in einer Tupperbox im Koffer verstaut und am Flughafenschalter aufgegeben hatte, war bei der Landung in Parma „gekippt“. „Der Teig vertrug die Druckschwankungen in der Luft nicht und gärte. Zudem waren in Parma 25 Grad. Der Teig darf nicht älter als zwölf Stunden sein. Doch ich hatte genug Zeit, um einen neuen Teig zu machen.“

Angebote aus Paris und Italien

Dass die 28-Jährige zwei Titel gewonnen hat, sprach sich in Fachkreisen schnell herum. „Nach der WM bekam ich ein Angebot aus Paris.“ Aber auch die Italiener wollten die Sassenbergin nicht ziehen lassen und boten ihr eine Lehramtsstelle, um künftigen Pizzabäckern das Handwerk beizubringen. Wenngleich die 28-Jährige sich vorstellen könnte mit ihrem Mann Mattia in Frankreich oder im Süden Deutschlands, zum Beispiel in Augsburg wegen der Nähe zu Italien, zu arbeiten, bleibt sie (noch) dem Münsterland treu. In Gütersloh geboren, in Kalabrien aufgewachsen. „Ich bin einfach verrückt“, sagt sie. „Ich war 18, kellnerte in einem Restaurant in Norditalien, als ich zu meiner Chefin sagte: Ich möchte ab sofort Pizza backen. In einer Woche war ich Pizzabäckerin. Bis zur Perfektion dauerte es neun Jahre.“

Im September startet die 28-Jährige bei der Pizza-WM in China.

Unesco Kulturerbe 2017

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  • Italien: Die Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers (Pizzaiuolo) stammt aus Neapel, wo heute etwa 3 000 Pizzaiuoli leben und wirken.

    Foto: Cesare Abbate
  • Botswana: Die Dikopelo-Musik der Volksgruppe Bakgatla-ba-Kgafela in der Gemeinde Kgatleng gehört sogar zur Liste des dringen erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes. Diese Musik besteht aus einstudierten Tänzen und Gesang im Chor. Außerdem vermittelt sie eine Vision des gemeinschaftlichen Zusammenlebens.

    Foto: UNESCO/Legae Digwaamaje
  • Mongolei: Traditionelle Praktiken der Verehrung heiliger Stätten in der Mongolei stellen bei den Nomaden eine bedeutende Kulturpraxis dar. Allerdings war die Verehrung heiliger Stätten während des kommunistischen Regimes in der Mongolei verboten. Daher steht auch diese Tradition auf der Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes.

    Foto: UNESCO/Ayush Duurenjargal
  • Marokko: Der Tanz Taskiwin hat seinen Namen von dem reich verzierten Horn, das jeder Tänzer trägt. Es handelt sich um einen Kampftanz im westlichen Hohen Atlas. Aus mehreren Gründen droht der Tanz zu verschwinden. Daher wurde auch er als dringend erhaltungsbedürftig eingestuft.

    Foto: UNESCO/Association Targa-Aide
  • Vereinigte Arabische Emirate: Al Azi ist die Kunst des Lobes, des Stolzes sowie der kraftvollen Dichtkunst. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde dieser traditionelle Poesievortrag regelmäßig aufgeführt. Leider geriet die Tradition immer mehr in Vergessenheit und gilt daher als dringend schützenswert.

    Foto: UNESCO/Abou Dhabi Tourism and Cultural Authority
  • Saudi-Arabien: Die traditionelle Innenwanddekoration durch Frauen in Asir steht hinter dem Begriff Al-Qatt Al-Asiri. Diese Kunst wird meist durch die Familie weitergegeben. 

    Foto: UNESCO/Ahmad AlSheme
  • Armenien: Der traditionelle Gruppentanz Kochari wird überall in Armenien zu Festtagen und speziellen Zeremonien aufgeführt. 

    Foto: UNESCO/Gagik Ginosyan
  • Bangladesch: Das Shital-Pati-Weben von Sylhet bildet die traditionelle Kunst, eine handgefertigte Matte herzustellen. Die Menschen in Bangladesch nutzen das Produkt als Sitzmatte, Tagesdecke oder Gebetsmatte.

    Foto: UNESCO/Monirul Masum
  • Bolivien: Bei den rituellen Reisen anlässlich des Alasita-Fests in La Paz erwerben die Teilnehmenden Glücks-Miniaturen, die mit Ekeko, dem wohltätigen Fruchtbarkeitsgott der Stadt La Paz in Verbindung gebracht werden. 

    Foto: UNESCO/Loza
  • Bosnien und Herzegowina: Die Konjic-Holzschnitzerei ist ein Kunsthandwerk mit langer Tradition. Sie bildet einen wichtigen Teil der Kultur der lokalen Gemeinschaft.

    Foto: UNESCO/Rukotvorine doo
  • Côte d’Ivoire: Zaouli steht für die Musik und den Tanz der Guro. Die Tänzer sind hierbei verkleidet und tragen Maske sowie ein Kostüm.

    Foto: UNESCO/Aka Konin
  • Aserbaidschan: Dolma ist eine traditionelle Mahlzeit in Aserbaidschan. Die Herstellung und das Teilen von Dolma drückt Solidarität, Respekt und Gastfreundschaft aus.

    Foto: UNESCO/Ministry of Culture and Tourism of Azerbaijan
  • Indien: Das "Krugfest" - Kumbh Mela - ist die größte Versammlung von Pilgern weltweit. Das Fest findet alle vier Jahre in Indien statt.

    Foto: UNESCO/S.A. Murugesan (IAS)
  • Indonesien: In Süd-Sulawesi bestreiten rund 70 Prozent der lokalen Bevölkerung ihren Lebensunterhalt durch den Bootsbau. Pinisi ist hierfür zum Inbegriff des indigenen Segelschiffs des Archipels Süd-Sulawesi geworden.

    Foto: UNESCO/Ministry of Education and Culture
  • Iran: Chogān ist ein Reitspiel, das von Musik und dem Erzählen von Geschichten begleitet wird. In der Literatur, in Sprichwörtern und im Kunsthandwerk kommt dieser Tradition eine hohe Bedeutung zu.

    Foto: UNESCO/Iranian Cultural Heritage, Handicrafts and Tourism Organization (ICHHTO)
  • Irland: Das Dudelsackspiel "Uilleann Piping" vermittelt ein Gefühl von Heimat und Identität. Irische Volksmusik wird häufig mit dieser irischen Version des Dudelsacks gespielt. 

    Foto: UNESCO/NPU
  • Kasachstan: Das traditionelle Assyk-Spiel wird vom größten Teil der Bevölkerung Kasachstans gespielt. Es ist vor allem bei Kinder und Jugendlichen beliebt.

    Foto: Studio 'Mergen'
  • Kirgisistan: Kok Boru ist ein traditionelles Pferdespiel mit zwei Mannschaften. Das Spiel hilft dabei, Gemeinschaften unabhängig von ihrem sozialen Status zu vereinen sowie Teamarbeit, Verantwortung und Respekt zu fördern.

    Foto: UNESCO/National Kok-Boru Federation
  • Kuba: Punto ist die Poesie und Musik kubanischer Bauern. Den Musikern wurde mittlerweile sogar eine eigene Berufsbezeichnung verliehen. 

    Foto: UNESCO/Juan Carlos Borjas
  • Laos: Die Khaen ist ein traditionelles Blasinstrument und gilt als Nationalsymbol in Laos. Die mit ihr gespielten Musik fördert den sozialen Zusammenhalt.

    Foto: UNESCO/Département du cinéma auprès du Ministère de l'information, de la culture et du tourisme
  • Mauritius: Sega Tambour ist eine Aufführung von Musik, Gesang und Tanz, die überall auf der Insel Rodrigues gespielt wird. Der Ursprung liegt in den ehemaligen Sklavengemeinschaften. 

    Foto: UNESCO/George Abungu
  • Peru: Das System der Wasserrichter von Corongo reicht bis in die Zeit vor den Inka zurück. Es dient der gerechten und nachhaltigen Verteilung von Wasser. 

    Foto: UNESCO/Ministry of Culture of Peru
  • Deutschland: Orgelbau und Orgelmusik prägen Musik und Instrumentenbau in Deutschland seit Jahrhunderten. Da jedes Instrument speziell für den Raum geschaffen wurde, in dem es gespielt wird, sind hochspezialisierte Kenntnisse und Fähigkeiten nötig.

    Foto: Sebastian Gollnow
  • Niederlande: Mühlen und das Müllerhandwerk nehmen in den Niederlanden eine bedeutende Rolle ein. Derzeit gibt es ungefähr vierzig hauptamtliche Müller in den Niederlanden, die das Handwerk gemeinsam mit ehrenamtlichen Arbeitern am Leben halten.

    Foto: Peter Dejong
  • Portugal: Das Handwerk der Tonfiguren in Estremoz ist stark mit der Region Alentejo verbunden. Die Figuren werden über mehrere Tage zusammengebaut, in einem Ofen gebrannt, bemalt und mit Lack überzogen.

    Foto: UNESCO/Município de Estremoz
  • Serbien: Bei dem traditionellen Volkstanz Kolo tanzen die Menschen in einem Kreis zu Musik zusammen. Er wird zu wichtigen Feierlichkeiten aufgeführt und erfüllt eine wichtige soziale Funktion. 

    Foto: UNESCO/Ethnographic Museum in Belgrade
  • Slowenien: Die "Tür-zu-Tür-Runden" der Kurent sind ein bedeutender Fastnachtsbrauch, bei dem die zotteligen wilden Gestalten laut der Legende alle böse Wintergeister verjagen. 

    Foto: UNESCO/Andrej Brence
  • Turkmenistan: Zu dem Kushtdepdi-Ritual gehört Poesie. Singen und Tanzen übermitteln gute Wünsche bei Zeremonien und Festen.

    Foto: UNESCO/Secretariat of the Turkmen National Commission for UNESCO
  • Vietnam: In Zentralvietnam bildet Bài Chòi eine vielfältige Kunst, die Musik, Poesie, Schauspiel, Malerei und Literatur miteinander verbindet.

    Foto: UNESCO/Vietnamese Institute for Musicology
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