Stauklappen ans Emswehr in Telgte gehievt
Schwer wie zwei Afrikanische Elefanten

Telgte -

Mit einem Autokran sind die tonnenschweren Stauklappen ans Emswehr am Bernsmeyer-Haus gehoben worden.

Dienstag, 13.03.2018, 16:00 Uhr

Jede der Stauklappen wiegt so viel wie ein Afrikanischer Elefant. Mit Hilfe eines 160-Tonnen-Autokrans wurden sie über das Bernsmeyer-Haus zum Emswehr transportiert.
Jede der Stauklappen wiegt so viel wie ein Afrikanischer Elefant. Mit Hilfe eines 160-Tonnen-Autokrans wurden sie über das Bernsmeyer-Haus zum Emswehr transportiert. Foto: Große Hüttmann

Für Sascha Lawless war es Routine: Als das erste Teilstück der tonnenschweren Stauklappe exakt ausgerichtet am Haken des 160-Tonnen-Autokrans hing, war der Rest für ihn eine Sache von Minuten. Gekonnt fuhr er das schwere Metallteil in die Höhe und schwenkte die neue Stauklappe über das Christoph-Bernsmeyer-Haus hinweg an ihren neuen Bestimmungsort.

Und trotz aller Routine war der Einbau am Dienstag für viele Beteiligte eine kleine Besonderheit. Für Sascha Lawless vor allem deswegen, weil die beiden jeweils sechs Tonnen schweren Einzelteile bis zu 38 Meter weit ausgeschwenkt werden mussten. „Daher ist aus Sicherheitsgründen auch ein so großer und schwerer Kran notwendig“, erläuterte ein Mitarbeiter der Fachfirma. Doch auch für Burkhard Vogt von der Bezirksregierung als zuständiger Projektleiter war das Ganze alles andere als Routine. „So etwas ist schon etwas Besonderes“, sagte er. Denn: Nach vielen Monaten Vorplanungen, Gesprächen und Überlegungen wurde mit dem Einbau der neuen Stauklappe ein wichtiges Kapitel bei der Sanierung des großen Emswehrs am Christoph-Bernsmeyer-Haus abgeschlossen.

Doch beendet sind die Arbeiten damit noch lange nicht. Noch rund eine Woche lang werden Mitarbeiter der Firma, die die Stauklappe gebaut hat, mit den abschließenden Arbeiten beschäftigt sein. Die beiden Teile müssen nicht nur mit vielen Schrauben, sondern auch etlichen Schweißnähten verbunden werden. Denn demnächst werden zahlreiche Kubikmeter Wasser in der Stunde gegen die Klappe drücken. Zudem werden die Anschlussarbeiten an die Hydraulik erfolgen. Die entsprechende Technik dafür wurde bereits im neuen Maschinenhaus vorinstalliert.

Auch der Beton im sogenannten Mühlenkolk, das ist der Bereich hinter der Stauklappe, in dem die Wassermassen tosen, muss noch abschließend behandelt werden. Eine spezielle Imprägnierung soll hier für zusätzliche Sicherheit sorgen. Erst danach wird der Damm entfernt, und das Wasser kann wieder rauschen.

Bevor die Stauklappe vom Kran angehoben werden konnte, mussten aber zwei „Hindernisse“ beseitigt werden. Denn trotz der Ankündigung der Arbeiten versperrte ein geparkter Pkw am frühen Morgen den großen Fahrzeugen die Zufahrt zur Baustelle. Bis der Weg frei war dauerte es einige Zeit. Zudem musste die Feuerwehr mit der Drehleiter anrücken und einige Äste entfernen, damit der Autokran die Last einschwenken konnte.  

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5589630?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F
Nachrichten-Ticker