Konkretes Datum für WLE-Personenverkehr
„2023 ist machbar“

Sendenhorst/Albersloh/Münster -

Im Jahr 2023 soll der Personenverkehr auf der WLE-Strecke zwischen Sendenhorst und Münster rollen. Dieses erstmals konkrete Datum nannten die Beteiligten am Dienstag in Sendenhorst.

Dienstag, 23.01.2018, 17:00 Uhr

Im Jahr 2023 könnten Züge – dann allerdings mit Brennstoff- oder Akku-Technik – nach den Vorstellungen der Planer auf der WLE-Strecke fahren.
Im Jahr 2023 könnten Züge – dann allerdings mit Brennstoff- oder Akku-Technik – nach den Vorstellungen der Planer auf der WLE-Strecke fahren. Foto: Burkhard Beyer

Es gibt erstmals ein konkretes Datum: 2023. Dann sollen die ersten Züge auf der komplett neu aufgebauten WLE-Strecke zwischen Münster und Sendenhorst fahren. Dieses Datum ist auch in den Informationsflyer gedruckt, der zum kommenden Wochenende an alle Haushalte in Sendenhorst und Albersloh verteilt wird. „Zügig unterwegs“ ist sein Titel. Und „Fakten zur Reaktivierung der WLE-Strecke“.

Den Sachstand stellten am Dienstagnachmittag Bürgermeister Berthold Streffing, Michael Geuckler, Geschäftsführer der ZVM, Carsten Rehers vom Kreis Warendorf, Johann Ubben von der Westfälischen Landes-Eisenbahn und Michael Klüppels von der RVM im Sendenhorster Rathaus vor.

"Einwände werden abgearbeitet"

Nach derzeitigem Verfahrensstand soll die vom Land geforderte „standardisierte Bewertung“ im Herbst vorliegen. Dann folgen, so zugleich die Erwartung und die Hoffnung, zwei Jahre Planungs-, Beratungs- und Genehmigungszeit und weitere zwei Jahre Bauzeit. Und dann werden, so die Beteiligten am Dienstag, die Züge, angetrieben mit Brennstoff- oder Akku-Technik, auf der 22 Kilometer langen Strecke fahren.

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„Alle Einwände werden abgearbeitet“, erklärte Carsten Rehers. Durch viele Gespräche vor allem mit betroffenen Landwirten sei bereits „mächtig Druck vom Kessel“ genommen worden, fügte Johann Ubben an. Er setze darauf, „nicht am grünen Tisch“ zu agieren. Und: „2023 ist machbar.“ Und bis dahin, erklärten die Fachleute, seien die neuen Antriebstechniken längst in Serie gegangen.

Aus Sicht von Carsten Rehers profitieren auch viele junge Menschen von der Bahn. „Der Stellenwert des Autos singt besonders bei der nachwachsenden Generation“, meinte er.

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