Mi., 30.11.2016

Ersthelfer Markus Büscher greift nach einem Unfall entschlossen zu

Markus Büscher handelte beim Unfall am Montag schnell.

Markus Büscher handelte beim Unfall am Montag schnell. Foto: Isabel Schütte, Dietmar Jeschke

Herbern - 

Es war am Montag gegen 15.20 Uhr, als Markus Büscher auf dem Weg von Herbern nach Drensteinfurt unterwegs war. Zwei Autos vor ihm geriet am Ende einer Rechtskurve ein Trailer auf den rechtsseitigen Grünstreifen und verunglückte. Markus Büscher griff entschlossen zu: Zusammen mit weiteren Ersthelfern befreute er den Fahrer aus dem Lkw-Wrack. 

Von Isabel Schütte

Ein junger Mann, der nach einem Verkehrsunfall mit seinem Sattelzug im Führerhaus gefangen ist – für Markus Büscher war sofort klar, dass schnelle Hilfe zählt. Zusammen mit einem anderen Ersthelfer zog der 48-Jährige Herberner am Montagnachmittag auf der Kreisstraße 21 zwischen Drensteinfurt und Bockum-Hövel einen 22-Jährigen Würzburger aus einer verunglückten Sattelzugmaschine.

Es war gegen 15.20 Uhr, als Markus Büscher auf dem Weg von Herbern nach Drensteinfurt unterwegs war. Zwei Autos vor ihm geriet am Ende einer Rechtskurve ein Trailer auf den rechtsseitigen Grünstreifen. Der Fahrer versuchte wohl noch das Gespann abzufangen, doch dieses gelang ihm nicht. Der Sattelzug kippte auf die rechte Fahrzeugseite, rutschte über die Fahrbahn und blieb dann liegen. Die Zugmaschine schleuderte dabei über einen Zaun und einen Baum. Das Führerhaus blieb dann senkrecht an einer Birke stehen.

„Es musste schnell gehandelt werden, das Führerhaus hing ja sozusagen in der Luft“, erzählt Büscher. Für den Herberner gab es nichts zu überlegen. Mit Unterstützung weiterer Ersthelfer wurde eine Leiter organisiert und dann auf den umgekippten Trailer geklettert. So gelang es den Ersthelfern, den unter Schock stehenden Fahrer aus dem Wrack zu befreien. „Wir waren froh, das dem Fahrer nicht mehr passiert war“, erklärte Markus Büscher im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten.

Als der Fahrer in Sicherheit war, kamen auch schon die Rettungskräfte und versorgten den Unglücksfahrer, der mit dem Krankenwagen in ein Ahlener Krankenhaus gebracht wurde. Unter Beteiligungen der Feuerwehren Drensteinfurt, Walstedde, Münster und eines Gefahrgutfahrzeuges der FW Ahlen wurde die Unfallstelle gesichert. Die K 21 war seit dem Unfall beidseitig gesperrt. Eine Spezialfirma wurde mit der Bergung des Fahrzeuges beauftragt. Der Sachschaden wird auf 120 .000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an.

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