Di., 18.10.2016

35-Jähriger wird vermisst In großer Sorge um Ottmarsbocholter

35-Jähriger wird vermisst : In großer Sorge um Ottmarsbocholter

Foto: dpa

Ottmarsbocholt - 

Die Suche läuft auf Hochtouren: Ein 35-Jähriger wird vermisst. Am Montagmorgen hat er seine Wohnung in Ottmarsbocholt verlassen, ist aber nicht an seinem Arbeitsplatz erschienen. Seitdem fehlt jede Spur von dem jungen Mann.

Von Dietrich Harhues, Siegmar Syffus

Er ist verschwunden – spurlos. Der 35-Jährige wird vermisst und von seinen Geschwistern sowie mit einigen Unterstützern gesucht. Denn wie ein Lauffeuer hat sich der Aufruf, nach ihm Ausschau zu halten, in sozialen Netzwerken verbreitet. Vielfach wurde der Such-Aufruf in „Du bist Sendener, wenn . . .“ geteilt. Einen Hinweis hat die Schwester des Wahl-Ottmarsbocholters bislang nicht erhalten. Sie hat bereits am Montag bei der Polizei eine Vermisstenanzeige aufgegeben.

Vor allem die Beamten in den Streifenwagen sind inzwischen gebrieft. Seitens der Polizei ist es aber nicht üblich, sofort weitere Maßnahmen einzuleiten, wenn ein Erwachsener von seinen Angehörigen vermisst wird, erklärte Polizeisprecher Ralf Storcks auf WN-Anfrage. Es liege kein Hinweis auf eine Straftat vor. Nichtsdestotrotz seien auch die Behörden in Münster und den benachbarten Kreisen über die Vermisstenanzeige informiert worden. Auch das Kennzeichen des Wagens, mit dem er vermutlich unterwegs ist, sei weitergegeben worden. Es soll sich um einen silbernen Mercedes der A-Klasse handeln.

Der 35-Jährige hatte nach Auskunft eines Zeugen am Montag – wie gewohnt – gegen 6.15 Uhr seine Wohnung verlassen, war dann aber, ohne irgendeine Nachricht zu hinterlassen, nicht am Arbeitsplatz in Ascheberg erschienen.

Dass sich ihr Bruder, der etwa 1,80 Meter groß ist, einfach eine Auszeit genommen hat, eine Zeit lang abgetaucht ist, glaubt die Schwester nicht. „Das passt einfach nicht zu ihm, dafür ist er zu gewissenhaft in jeder Hinsicht“, betont die Angehörige.

Sie hat sich nicht nur in der Online-Welt auf die Suche gemacht, sondern auch am Wohnort in Ottmarsbocholt. Dort kennen viele den jungen Mann, der sowohl aktiv im Karneval ist als sich auch als langjähriger Volleyball-Spieler und -Trainer im Sportverein Blau-Weiß Ottmarsbocholt engagiert hat, wie sie gegenüber den WN schildert. Bei Bäcker, Tankstelle und anderen Anlaufstellen in dem Ortsteil habe sie auf Hinweise auf den Aufenthaltsort ihres Bruders gehofft – vergeblich, obschon viele Befragte das Gesicht erkannt hätten.

Stunde um Stunde des Wartens und Bangens zerrt an den Nerven der drei Geschwister des Gesichten, der mit ihnen in Hiltrup aufwuchs und später nach Ottmarsbocholt zog.

„Wir sind alle sehr besorgt“, fasst sie die Lage in der Familie zusammen. Dazu trage auch bei, dass der Vermisste sein Handy in seiner Wohnung gelassen und von dort wohl nichts, was beispielsweise auf eine Reise hindeutet, mitgenommen habe.

Hinzu komme, dass er mit dem Mercedes seines Bruders unterwegs ist, der den Wagen am Montagabend zurückerwartet hat. Der 35-Jährige wisse, dass sein Bruder auf das Fahrzeug angewiesen sei – weshalb er es eigentlich nicht länger als verabredet behalten hätte, unterstreicht die Schwester. Sie ergänzt, dass ihr Bruder keine medizinische Hilfe oder sonstige Unterstützung braucht. „Er ist gesund und fit, alles ganz normal.“

Weshalb er seit Montagmorgen wie vom Erdboden verschluckt ist, darauf können sie und die weiteren Freunde sich keinen Reim machen.

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