Fr., 14.10.2016

Jugendliche konferieren über die Zukunft der Stadt WLAN und ein Einkaufscenter

So könnte es aussehen: Mit Stiften, Papier und Lego-Steinen feilten die Jugendlichen an den Zukunftsvisionen für ihre Stadt. Die gesammelten Ideen werden in Kürze auch Verwaltung und Politik beschäftigen.

So könnte es aussehen: Mit Stiften, Papier und Lego-Steinen feilten die Jugendlichen an den Zukunftsvisionen für ihre Stadt. Die gesammelten Ideen werden in Kürze auch Verwaltung und Politik beschäftigen. Foto: Pünt

Drensteinfurt - 

Was kann in Drensteinfurt besser werden? Dieser Frage widmeten sich im Rahmen einer Ferienaktion nun 17 Jugendliche im Kulturbahnhof. Die Ergebnisse der Jugendkonferenz werden sowohl der Verwaltung als auch der Politik präsentiert.

Von Erich Poppenborg

Ganz oben im Kulturbahnhof wurde am Mittwoch buchstäblich „über den Köpfen der Bürger“ über die Zukunft der Stadt beraten und diskutiert. In der „Konferenz“, die sich dort im Rahmen der „Macherwoche“ des Ferienprogramms versammelt hatte, saßen 17 Jugendliche, die sich gemeinsam Gedanken über die Perspektiven ihrer Stadt machten. Ganze sieben Stunden lang sammelten sie im Rahmen der „Zukunftswerkstatt“ viele individuelle Ideen und Wünsche.

Was kann besser werden in Drensteinfurt, Rinkerode und Walstedde? Unter dieser Fragestellung durften die Teilnehmer ohne Scheu zunächst Kritik und Unzufriedenheit über den jetzigen Zustand äußern. Um dann nach Vorschlägen zu suchen, was sich denn wie ändern und verbessern ließe. Und das Wichtigste: Die vielfältigen Überlegungen dazu sollen keine Träumereien bleiben. Denn nachdem die Wünsche durchdacht und konkret ausformuliert wurden, sollen sie Bürgermeister Carsten Grawunder höchstpersönlich überreicht werden, damit sich danach sowohl Stadtverwaltung als auch Lokalpolitik mit den Wünschen der jungen Einwohner beschäftigen können. Und zwar mit der Zielsetzung, die Stadt und ihre Ortsteile auch für junge Menschen lebenswerter zu gestalten.

Und dazu fiel den Jugendlichen so einiges ein. Die Pläne reichten von kostenlosem WLAN über neue Skaterplätze und den Bau eines Einkaufszentrums bis hin zu ganz praktischen Anliegen, wie etwa bessere Bus- und Zuganbindungen und rollstuhlgerechten Bahnhöfen. Mit Buntstiften und Stadtmodellen aus Legosteinen durften die Teilnehmer schließlich ihre „Utopien“ präsentieren. Bei der Ideenvielfalt, die die teilnehmenden 17 Jugendlichen an den Tag legten, brauchte es allerdings ein wenig Hilfe beim Ordnen, Zusammenfassen und Konkretisieren.

„Ziel des Ganzen sind realistische, ausformulierte Empfehlungen, für die sich der Bürgermeister dann einsetzen kann“, sagte Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck. Er moderierte die „Zukunftswerkstatt“ und schätzte am Ende auch die Umsetzbarkeit der Projekte ein. Die Jugendlichen dürfen nun gespannt sein, was die Politik aus ihren Vorschlägen machen wird. Umsonst waren ihre Bemühungen jedenfalls nicht. Denn ähnlich wie die erwachsenen Planer im Rat der Stadt erhielten sie für ihr Engagement ein „Sitzungsgeld“ – und zwar in Höhe von 20 Euro pro Person.

Die Ergebnisse der Jugendkonferenz werden erstmals am Freitag im Kulturbahnhof vorgestellt.

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