Allwetterzoo
Geburtstagsparty im Elefantenhaus

Münster -

Geburtstagsparty im Elefantenhaus des Allwetterzoos: Die beiden Elefanten Rada und Tefi feierten am Dienstag ihren 50. Geburtstag.

Dienstag, 18.10.2016, 17:30 Uhr

Feierten am Dienstag gemeinsam ihren 50. Geburtstag: die Elefantendamen Rada (l.) und Tefi. Kurator Dr. Dirk Wewers (l.) und Direktor Dr. Thomas Wilms fütterten die beiden mit frisch gebackenem Brot.
Feierten am Dienstag gemeinsam ihren 50. Geburtstag: die Elefantendamen Rada (l.) und Tefi. Kurator Dr. Dirk Wewers (l.) und Direktor Dr. Thomas Wilms fütterten die beiden mit frisch gebackenem Brot. Foto: Matthias Ahlke

Als Tefi und Rada das Licht der Welt erblickten, war Ludwig Erhard Bundeskanzler, Deutschland unterlag im WM-Finale mit 2:4 gegen England, und Udo Jürgens gewann mit „Merci Chérie“ den Eurovision Song Contest. 1966 war das, also vor 50 Jahren. Und weil die Elefantendamen vermutlich gleichaltrig sind, feierten sie am Dienstag auch gleich gemeinsam ihren 50. Geburtstag – mit Brot von Tollkötter, das ihnen von Allwetterzoo-Direktor Dr. Thomas Wilms persönlich ins Maul geschoben wurde.

Indes: Der Termin für die Geburtstagsparty im Elefantenhaus war eher willkürlich gewählt. „Wir wissen weder, wann genau noch wo Tefi und Rada geboren wurden“, betont Kurator Dr. Dirk Wewers. Immerhin so viel steht fest: Sie wuchsen in der indischen Wildnis auf, wurden irgendwann eingefangen und an Zirkus-Unternehmen verkauft. 1974, also in jenem Jahr, als der Allwetterzoo eingeweiht wurde, kam Tefi nach Münster, 1983 dann Rada. Tefi ist – neben ein paar Flamingos und einem Fisch – nicht nur das einzige Tier aus dem Eröffnungsjahr, das heute noch lebt. Tefi und Rada sind zudem die ältesten Elefanten in einem Zoo in Nordrhein-Westfalen.

Zwei Elefanten - zwei Charaktere

Florian Kerkeling kennt die beiden asiatischen Elefantenkühe wie niemand sonst, seit Jahren kümmert sich der Tierpfleger um ihr Wohlergehen. „Tefi ist deutlich sensibler als Rada. Auf Veränderungen reagiert sie empfindlich. Rada ist klüger. Ihr gelingt es immer wieder, die Pfleger zu überlisten“, erzählt Kerkeling. So schaffe sie es sogar, Türen aufzuhebeln oder Schlösser zu knacken.

Allwetterzoo feiert Geburtstag im Elefantenhaus

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  • Feierten am Dienstag gemeinsam ihren 50. Geburtstag: die Elefantendamen Rada und Tefi. Kurator Dr. Dirk Wewers und Direktor Dr. Thomas Wilms fütterten die beiden mit frisch gebackenem Brot.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Feierten am Dienstag gemeinsam ihren 50. Geburtstag: die Elefantendamen Rada und Tefi. Kurator Dr. Dirk Wewers und Direktor Dr. Thomas Wilms fütterten die beiden mit frisch gebackenem Brot.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Feierten am Dienstag gemeinsam ihren 50. Geburtstag: die Elefantendamen Rada und Tefi. Kurator Dr. Dirk Wewers und Direktor Dr. Thomas Wilms fütterten die beiden mit frisch gebackenem Brot.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Feierten am Dienstag gemeinsam ihren 50. Geburtstag: die Elefantendamen Rada und Tefi. Kurator Dr. Dirk Wewers und Direktor Dr. Thomas Wilms fütterten die beiden mit frisch gebackenem Brot.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Feierten am Dienstag gemeinsam ihren 50. Geburtstag: die Elefantendamen Rada und Tefi. Kurator Dr. Dirk Wewers und Direktor Dr. Thomas Wilms fütterten die beiden mit frisch gebackenem Brot.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Feierten am Dienstag gemeinsam ihren 50. Geburtstag: die Elefantendamen Rada und Tefi. Kurator Dr. Dirk Wewers und Direktor Dr. Thomas Wilms fütterten die beiden mit frisch gebackenem Brot.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Feierten am Dienstag gemeinsam ihren 50. Geburtstag: die Elefantendamen Rada und Tefi. Kurator Dr. Dirk Wewers und Direktor Dr. Thomas Wilms fütterten die beiden mit frisch gebackenem Brot.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Feierten am Dienstag gemeinsam ihren 50. Geburtstag: die Elefantendamen Rada und Tefi. Kurator Dr. Dirk Wewers und Direktor Dr. Thomas Wilms fütterten die beiden mit frisch gebackenem Brot.

    Foto: Matthias Ahlke

Tefi ist ein vier-Tonnen-Koloss

Die beiden Elefantendamen sind deutlich kräftiger als ihre afrikanischen Artverwandten, Tefi bringt vier Tonnen auf die Waage, Rada immerhin dreieinhalb. Zwischen 100 und 120 Kilogramm futtert jede Kuh pro Tag – Karotten, Möhren, Äpfel, Stroh, aber auch Eichen- und Birkenäste. „Mit oder ohne Laub, das ist ihnen egal“, erzählt Kerkeling.

Betagt, aber topfit

Zwischen 50 und 60 Jahre wird ein Elefant alt, man kann die beiden also schon durchaus als betagt bezeichnen. Nach Einschätzung des Pflegers sind sie aber noch „topfit“ – „von ein paar Wehwehchen an den Füßen einmal abgesehen“. Tefi und Rada, sagt Kerkeling, „sind wie ein altes Ehepaar – miteinander geht es, aber ohne-einander überhaupt nicht“.

Herbst im Allwetterzoo Münster

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  • Immer neugierig: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Flamingo-Küken sucht Schutz unter der Mutter.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sorry, haben wir gestört? Der Gepard ruht.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der syrische Braunbär ist gar nicht richtig braun. Hier verzieht er die Nase.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der Wasserbock hat Bock auf Wasser.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor kam im Juli nach Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor.

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  • Nachwuchs: Die kleinsten Flamingos sind erst einige Wochen alt. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Wer kennt Bongos (also die Tiere)?

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Och, wie süß! Ein Flamingo-Küken.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der ostafrikanische Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Macht so ein Stück Möhre einen syrischen Braunbär satt?

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Flamingo-Küken muss wohl noch etwas wachsen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine.

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  • Elen-Antilopen leben eigentlich in Afrika.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein syrischer Braunbär.

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  • Krauskopfpelikan 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Geparde

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Wer kommt da aus dem Bambus? Tiger Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguin.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Träger Sprint-Weltmeister: der Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kurz mal hochgucken: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nur nicht die Schultern hängen lassen, lieber Brillenpinguin!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Action Fehlanzeige: Die Löwen dösen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • So sehen ganz junge Flamingos aus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Defassa-Wasserbock

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Immer neugierig: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kopf hoch, lieber Strauß!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Böser Blick? Ein syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • "Wenn ich groß werde, will ich auch rosa sein und lange Beine haben", sagte das Flamingo-Küken.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor darf erst seit einigen Wochen aufs Außengelände.

    Foto: Gunnar A. Pier

Dass Elefanten in der Wildnis eingefangen werden und dann in einem Zoo landen, „das würde es heute nicht mehr geben“, sagt Kurator Dr. Dirk Wewers. Die Art der Elefantenhaltung sei allerdings im Allwetterzoo auf der Höhe der Zeit, betont Direktor Wilms: Die Bedingungen, die Elefanten an ihre Umgebung stellen, seien erfüllt – und das Know-how zweifelsfrei vorhanden. Wenn, ja wenn sich im Elefantenhaus nun auch noch Nachwuchs ankündigen würde – dann wäre die Welt für ihn vollends in Ordnung. 

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