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Bei Fitnessstudio-Verträgen gibt es oft kein Widerrufsrecht

Ist der Vertrag mit einem Fitnessstudio erst unterschrieben, gibt es so schnell kein Zurück mehr. Denn in den meisten Fällen lässt sich die Unterschrift nicht widerrufen. Einen Ausweg ermöglicht dann nur eine Kündigung - und für die gibt es Fristen.

Freitag, 09.03.2018, 04:55 Uhr

Trainierende sollten nicht vorschnell einen Fitnessstudiovertrag abschließen. Meist besteht kein Widerrufsrecht.
Trainierende sollten nicht vorschnell einen Fitnessstudiovertrag abschließen. Meist besteht kein Widerrufsrecht. Foto: Marijan Murat

Rostock (dpa/tmn) - Beim Vertrag mit dem Fitnessstudio ist die Unterschrift bindend. Das heißt: Es gibt in der Regel kein 14-tägiges Widerrufsrecht, erklärt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

Es sei denn, der Kunde hat es ausdrücklich mit dem Betreiber vereinbart. Kunden sollten daher wissen, worauf sie sich einlassen, denn für eine Kündigung gelten Regeln.

So gilt für eine Kündigung häufig eine Frist. Höchstens sollte diese drei Monate zum Vertragsende betragen. Eine automatische Vertragsverlängerung ist möglich, wenn dies ausdrücklich geregelt ist. Wird in den allgemeinen Geschäftsbedingungen eine Kündigung per Einschreiben verlangt oder werden die gesetzlichen Kündigungsfristen nicht beachtet, ist die Klausel ungültig.

Eine außerordentliche Kündigung ist unter bestimmten Voraussetzungen meist möglich - etwa bei dauerhafter Sportunfähigkeit, einem Umzug des Studios, unzumutbaren Änderungen der Öffnungszeiten oder bei wesentlichen Leistungsänderungen. Eine außerordentliche Kündigung ist nicht an Fristen gebunden. Allerdings müssen Kunden dem Studio den Grund binnen einer angemessenen Frist mitteilen.

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