Fr., 19.05.2017

Universelle Probleme Andrej Swjaginzew will kein Regimekritiker sein

Der Regisseur Andrej Swjaginzew in Cannes.

Der Regisseur Andrej Swjaginzew in Cannes. Foto: Thibault Camus

Der russische Regisseur sieht sich nicht als politischen Filmemacher, er beschreibe nur, was er sehe und beobachte, sagte er beim Fimfestival in Cannes. Er ist mit dem Drama mit «Loveless» in das Rennen um die Goldene Palme gegangen.

Von dpa

Cannes (dpa) – Der russische Starregisseur Andrej Swjaginzew (53) sieht sich nicht als Regimekritiker. Er sei kein politischer Filmemacher, er beschreibe nur, was er sehe und beobachte, sagte er in Cannes. Und diese Probleme, die er in seinen Filmen behandle, seien universell.

Er sei kein Regimekritiker wie einst der Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow, mit dem manche Filmkritiker ihn vergleichen wollen. 

Swjaginzew ist auf dem Filmfestival in Cannes mit «Loveless» in das Rennen um die Goldene Palme gegangen. Das Drama beschreibt das Leben eines russischen Ehepaars, das sich scheiden lässt. Als sie sich nach heftigen Streitereien darauf einigen, die Wohnung zu verkaufen, verschwindet ihr gemeinsamer, zwölfjähriger Sohn. Die Probleme auseinanderfallender Familienstrukturen und Vereinsamung seien universell, sagte Swjaginzew.

Swjaginzew ist nicht das erste Mal in Cannes. Für seinen Film «Leviathan», den er 2014 in Cannes im Hauptwettbewerb präsentierte, gewann er mit seinem Co-Autor Oleg Negin den Preis für das Beste Drehbuch.

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