Leiterrunde der Messdiener Hiddingsel auf Ministrantenwallfahrt
Mü-Ro-Mü 2.0 mit Trinkpäckchen

Hiddingsel. „Ich war selbst früher gar kein Messdiener.“ Niklas Hesselmann gesteht seinen ungewöhnlichen Einstieg bei den Messdiener-Leitern Hiddingsel. „Als kleiner Junge wäre es das Schlimmste für mich gewesen, als Messdiener im Gottesdienst etwas falsch zu machen“, gesteht er. „Mit der Firmvorbereitung 2012 bin ich neu in die Leitergruppe reingekommen. Ich bin aktuell bereits sechs Jahre dabei. Jetzt diene ich auch gelegentlich in der Messe.“ Mit dieser Leiterrunde startet er kommenden Donnerstag die Mü-Ro-Mü-Tour: München-Rom-München in zehn Tagen. Niklas Hesselmann ist der Älteste der 17 Teilnehmer zwischen 14 und 20 Jahren.

Montag, 23.07.2018, 17:57 Uhr

Leiterrunde der Messdiener Hiddingsel auf Ministrantenwallfahrt: Mü-Ro-Mü 2.0 mit Trinkpäckchen
Niklas Hesselmann ist auf die Fahrt der Messdienerrunde vorbereitet. Die „Mü-Ro-Mü“-Tour führt von München nach Rom und wieder zurück. Foto: Erdbrügge

Wie diese Route zustande gekommen ist, „darüber könnte man eine fünfjährige Geschichte erzählen“, lacht der 20-Jährige. Alles begann im Jahr 2013, als sich die Leiterrunde Hiddingsel dazu entschloss, zum ersten Mal eine gemeinsame Fahrt anzutreten. Damals ging es nur nach München. „Wir wollten die Fahrt am liebsten das Jahr darauf direkt wiederholen“, schwärmt Niklas Hesselmann. 2014 ergab sich dann die Möglichkeit, den Besuch in München mit der Ministrantenwallfahrt in Rom zu verbinden.

So in etwa ist auch der Ablauf in diesem Jahr geplant. „Mü-Ro-Mü 2.0 sozusagen“, kündigt Hesselmann an. Am Donnerstag soll es gegen Abend per Zug von Buldern nach München losgehen. Ein Programmpunkt dort ist beispielsweise der Besuch des Kloster Andechs. „Sonntag nehmen wir abends den Nachtzug“, erklärt er die Weiterreise nach Rom. „Wir haben Sechser-Abteile. Die Betten sind zwar nicht die Bequemsten, wir versuchen aber so gut es geht zu schlafen.“ Der Aufenthalt in Rom umfasst in diesem Jahr vier Tage - einen mehr als 2014. Pfarrer Ferdinand Hempelmann begleitet die Runde nicht nur. Er hat auch im Vorfeld die Rahmenbedingungen der Fahrt geplant.

Niklas Hesselmann freut sich am meisten auf die gemeinsame Zeit mit der Truppe. „Seit sechs Jahren darf ich miterleben, wie wir gemeinsam gewachsen sind“, sagt er.

Der Leiterrunden-Älteste hat von September bis Oktober letzten Jahres acht Wochen in Rom gelebt, war Praktikant bei Radio Vatikan, heute Vatican News. Daher hofft er, Bekannte wiederzutreffen: Mitarbeiter der Redaktion, Kellner seines Lieblings-Restaurants und Leute aus der deutschsprachigen Gemeinde S. Maria dell´ Anima. Einen Besuch der kleinen Kapelle, zu dieser Gemeine gehörend, stellt einen weiteren Programmpunkt dar. „Wir wollen zusammen mit nur 17 Leuten einen Gottesdienst feiern.“

Auf die Frage, wieso der 20-Jährige als junger Erwachsener eine Wallfahrt mitmacht, antwortet er: „Wallfahrt und Wallfahrt - es gibt solche und solche“, lacht er. „Während wir in Rom sind, wird die gesamte Stadt voller junger Menschen sein.“ Ganze 60.000 Menschen werden aufgrund der Wallfahrt dort wohl erwartet. „Ich habe Spaß daran, mich gemeinsam mit Menschen auf den Weg zu machen. Es wird ein tolles Gefühl sein, dem Papst zuzujubeln.“ Denn sein persönliches Highlight ist die Audienz beim Papst. „Rom ist die Stadt der Welt-Kirche. Wir besuchen immer noch einen heiligen Ort. Und dürfen den Hintergrund der Messdiener nicht aus den Augen verlieren.“

Mittwoch morgens findet eine Messe mit allen Ministranten vom Bistum Münster statt. Als größte Aktion in Rom soll der Petersdom besichtigt werden. An den weiteren Tagen ist oft nur ein gemeinsamer Morgenimpuls vorgesehen. Die Planung der restlichen Stunden bleibt offen.

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