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Mo., 13.04.2015

Erinnerung erfahren Eine Keramik für jeden Namen

Erinnerung erfahren : Eine Keramik für jeden Namen

100.000 Keramikblöcke erinnern in der Gedenkstelle an die ermordeten Juden.privat

Dülmen. Fünf Tage waren sie auf dem Rad unterwegs, knapp 350 Kilometer legten sie bei Wind und Wetter zurück: In der Osterwoche waren 25 Dülmener Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren mit Pfarrer Markus Trautmann in die Niederlande geradelt. Ihr Ziel: die KZ-Gedenkstätte Westerbork in der Provinz Drenthe. Zwei Nächte verbrachte die Gruppe in einem Scout-Camp in der Nähe.

Das Lager Westerbork diente den Nazis als Sammel- und Durchgangsstelle für die Verschickung von 107.000 Juden in die Vernichtungslager in Osteuropa. Auch acht Dülmener Juden, die zuvor von Deutschland ins vermeintlich sichere Holland geflohen waren, gingen von hier in den Tod. „Es ist schon was Besonderes, Geschichte nicht nur in Schulbüchern zu lesen, sondern an einen solchen Ort zu kommen“, kommentiert die 14-jährige Anna.

Eine erste Einführung ins Thema hatte es bereits bei einem Infoabend in der Karwoche gegeben, den der Dülmener Pädagoge Theo Schwedmann gestaltete. Während der Radtour gab es zudem Themenabende zu Anne Frank und Edith Stein.

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Dienstag.

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