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Mo., 20.10.2014

Szene Spendenturnier als Auftakt

Szene : Spendenturnier als Auftakt

86 Spieler traten im Forum Bendix erst in sieben Runden und dann im KO-System gegeneinander an. Erst gegen 21 Uhr stand der Sieger fest. Foto: Hoolt

Dülmen. Wegen des Bahnstreiks hatten Organisator Nikolas Schmelz und sein Team mit deutlich weniger Teilnehmern gerechnet. Doch genau das Gegenteil traf ein. 86 Spieler traten am Samstag zum Yu-Gi-Oh-Turnier im Forum Bendix an. Angemeldet hatten sich im Vorfeld nur 66. „Die Spieler haben Fahrgemeinschaften gegründet, um trotzdem nach Dülmen zu kommen“, freute sich Schmelz.

Von Ann-Marlen Hoolt

„Die Spieler haben Fahrgemeinschaften gegründet, um trotzdem nach Dülmen zu kommen.“

Nicolas Schmelz

Seit drei Jahren findet die „Destiny Duelmen Series“ im Forum Bendix statt. Das Sammelkartenspiel „Yu-Gi-Oh!“ ist ein Strategiespiel für echte Taktiker. In sieben Runden treten sie gegeneinander an. Am Ende steht ein KO-System, in dem der Sieger ermittelt wird. Am Samstag feierte das Turnier ein kleines Jubiläum - schon zum zehnten Mal kamen Yu-Gi-Oh-Spieler aus ganz Deutschland nach Dülmen. Inzwischen ist die Stadt in der Spielerszene bekannt und beliebt.

Am Anfang stand ein Spendenturnier, das Nikolas Schmelz für Tsunamiopfer in Japan organisierte. Damals machte er ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Neuen Spinnerei. Inzwischen studiert der 22-Jährige Luft-und Raumfahrttechnik in Stuttgart. Für die Turniere, die dreimal im Jahr stattfinden, kommt er aber immer wieder gerne nach Hause. „Wir stecken viel Energie in die Organisation“, sagte er. „Doch das ist es definitiv wert.“

Die Planung beginnt schon damit, einen passenden Termin zu finden. „Wir müssen uns dazu mit der Stadt und dem Forum Bendix absprechen. Außerdem versuchen wir dafür zu sorgen, dass es keine Überschneidungen mit anderen Turnieren gibt“, berichtete Schmelz. Sechs Wochen, bevor es losgeht, fangen der Student und sein Team dann an, Werbung im Internet zu machen. Dort können sich die Teilnehmer auch anmelden. Richtig stressig wird es für die Organisatoren erst in der Woche vor dem Turnier. „Es sind meistens nur Kleinigkeiten, die erledigt werden müssen, aber auch die nehmen viel Zeit in Anspruch.“

Anlässlich des Jubiläums präsentierte sich die „Destiny Duelmen Series“ neu und einheitlich. Ein Designer hatte ein eigenes Logo für das Turnier entworfen. Dieses zierte nun die neuen T-Shirts für das Team. Den Siegern winkt von nun an nicht nur das Preisgeld, sondern auch ein übergroßer Gutschein auf dem ihre Namen, wie bei einem Wanderpokal, vermerkt werden. „Wir haben eine Woche lang jeden Tag daran gebastelt“, zeigte sich Nikolas Schmelz sichtlich stolz. Zum Jubiläumsturnier wurden außerdem alle die, die auch bei den vergangenen Turnieren dabei waren und es dort in die KO-Runde geschafft hatten, mit einem Essensgutschein belohnt.

Während die Spieler einen angenehmen Turniertag verbringen, sorgten die Schiedsrichter und Betreuer für einen reibungslosen Ablauf. Sie standen bei Regelfragen bereit, verkündeten die Ergebnisse, oder werteten die Turnierdaten aus. Dennis Jenz kümmerte sich zudem um eine konstante Online-Berichterstattung für all diejenigen, die nicht an dem Turnier teilnehmen konnten.

Sowohl für die Teams als auch Teilnehmer war es ein langer Turniertag. Erst um 21 Uhr stand am Abend der Sieger fest. Alpay Engin verewigte sich auf dem Gutschein und nahm das Preisgeld entgegen. Der 19-Jährige ist damit der erste Spieler, der es schaffte, die „Destiny Duelmen Series“ zweimal zu gewinnen. Noch bevor das Turnier wirklich zu Ende ist, hat Nikolas Schmelz schon den Termin für das nächste Turnier Anfang Januar im Kopf. „Die Planung geht einfach immer weiter“, lacht er. „Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.“

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