Premiere für Boßelturnier beim Karthäuserfest
Geselligkeit statt Schnelligkeit

Dülmen. Boßeln ist eine Sportart aus dem Norden, die jetzt beim Karthäuserfest Premiere hatte. 14 Teams stellten sich der Herausforderung, bei der nicht die Schnelligkeit, sondern die Geselligkeit im Vordergrund stand. Verletzt wurde keiner der Teilnehmer, allerdings fehlten am Ende zwei Boßeln.

Sonntag, 12.08.2018, 17:46 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 12.08.2018, 17:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 12.08.2018, 17:46 Uhr
Premiere für Boßelturnier beim Karthäuserfest: Geselligkeit statt Schnelligkeit
Der Spaß stand im Vordergrund beim ersten Karthäuser Boßelturnier. Foto: Legler

 „Passt auf den Ball auf. Wenn der in das Gestrüpp fällt, findet den keiner ohne den Einsatz einer Kettensäge wieder“, ermahnte Organisator Ludwig Hetrodt die Anwesenden beim Boßelturnier im Rahmen des Karthäuserfestes.
Boßeln ist eine Sportart aus dem Norden, bei dem ein Ball über einen festgelegten Rundkurs wie beim Kegeln geworfen wird. Sieger ist, wer das Ziel mit den wenigsten Würfen erreicht.
Die Karthäuser haben sich für dieses Spiel entschieden, weil jeder mitmachen kann, ob alt oder jung, mit oder ohne Handicap - und die Geselligkeit dabei nicht zu kurz kommt.
Wählen konnten die Gruppen zwischen der Kurzstrecke mit etwa 1,3 Kilometer Länge („We loat et sachte goahn“) und der längeren mit 2,7 Kilometern („We könnt allerbest schmieten“).
Senioren aus Leuste-Weddern und Bewohner des Anna-Katharinenstiftes wählten am Samstag die kürzere Strecke, die anderen 14 Teams den längeren Weg.
Ausgerüstet wurden die Teilnehmer mit Ball und Kescher. Dieser dient dazu, den Ball aus Gräben oder Gebüsch herauszufischen. Natürlich musste auch Verpflegung in flüssiger Form mitgenommen werden. Damit man die nicht schleppen musste, hatten die Teams die Bollerwagen, die im Jahre 2013 zur 100-Jahr-Feier angeschafft wurden, im Einsatz.
18 Gruppen zu je fünf bis acht Personen waren am Start, zwei Teams laufen dabei gleichzeitig. Jedes Team zählte die Würfe des anderen mit, damit sich niemand „aus Versehen“ verzählt oder eine Abkürzung nimmt.
Da es nicht auf Schnelligkeit ankam, waren die Teams zwei bis drei Stunden mit dem Ball beschäftigt. Deshalb hatte der Vorstand vorsichtshalber die Siegerehrung erst auf 21 Uhr angesetzt.

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