65-Jähriger lenkte Verdacht von sich
Polizei erpuzzelt Tathergang

Dülmen. Mit einem Täuschungsversuch hat ein Unfallfahrer die Polizei selbst auf die richtige Spur gebracht.
Der 65-jährige Ascheberger meldete sich nach einem Unfall und erzählte eine Lüge. Um den Verdacht von sich abzulenken. Aber er hatte nicht mit den Puzzle-Künsten eines Ermittlers gerechnet.

Freitag, 10.08.2018, 17:32 Uhr

65-Jähriger lenkte Verdacht von sich: Polizei erpuzzelt Tathergang
Foto: Archiv

Was war passiert? Am Dienstagnachmittag war ein 23-jähriger Motorradfahrer aus Dülmen bei einem Unfall auf der B58 in Lüdinghausen, Höhe Bauerschaft Brochtrup, an der Hand verletzt worden. Ein schwarzer Toyota Aygo war dem entgegenkommenden Motorradfahrer auf dessen Fahrspur gefährlich nahe gekommen. Der linke Außenspiegel des Aygo traf den Motorradfahrer an der linken Hand, was zu einer Prellung führte. Der Spiegel des Autos ging teilweise zu Bruch. Der Aygo-Fahrer beging Unfallflucht (DZ berichtete).

Die Polizei bat um Zeugenhinweise. Der Unfallfahrer meldete sich selbst. Er erzählte, dass er einen schwarzen Toyota Aygo mit kaputtem linken Außenspiegel fahre, dieser sei zu Bruch gegangen, als ihm „irgendetwas“ dagegen geflogen sei. Ein Ermittler des Verkehrskommissariates in Dülmen verglich die am Unfallort gesicherten Spiegel-Teile mit den Spiegel-Resten am Aygo und - siehe da - alles passte zusammen. Den Ascheberger erwartet jetzt eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung sowie Verkehrsunfallflucht.

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