Markus Holtmann regiert in Mitwick-Weddern
Vom Fahnenoffizier zum König

Dülmen. „Vom Fahnenoffizier zum Schützenkönig. Das ist schon eine steile Karriere“, fand der Vorsitzende Theo Lechler der Schützenbruderschaft St. Jakobus Mitwick-Weddern die passenden Worte zur Gratulation des frisch gebackenen Schützenkönigs Markus Holtmann, der das Amt eigentlich erst im nächsten Jahr anvisieren wollte. Mit zwei gezielten Schüssen hatte er anlässlich des diesjährigen Schützenfestes dem von Wolfgang Zatink gebauten hölzernen Federvieh den Garaus bereitet.

Montag, 16.07.2018, 17:51 Uhr

Markus Holtmann regiert in Mitwick-Weddern: Vom Fahnenoffizier zum König
Der neue Thron der Schützenbruderschaft St. Jakobus Mitwick-Weddern mit dem Königspaar Markus Holtmann (4.v.r.) und Sabina Strothmann (5.v.r.). Foto: Bücker

Zuvor hatten vor allem die Jungschützen dem Vogel mit 202 Schuss derart zugesetzt, dass sein Ende zwangsläufig bei einem der folgenden Schützen drohte.

Mangels Mitbewerbern fasste sich Markus Holtmann nach einer kurzen Schießpause, die er zur Organisation seiner Thronbesetzung nutze, dann ein Herz. Als der Vogel tatsächlich zeitgleich mit dem Anpfiff des WM-Finales um Punkt 17 Uhr fiel, kannte der Jubel um den jungen König keine Grenzen und besonders die Jungschützen feierten lauthals singend ihren Markus und ließen ihn lange hochleben, bevor er überhaupt die ersten Gratulationen entgegennehmen konnte.

Zu seiner Königin wählte er Sabina Strothmann und machte sie damit zur Doppelkönigin. Denn die Rödderanerin ist zugleich die amtierende Sternenkönigin des Schützenvereins Rödder.

Als Ehrenpaare berief Holtmann Jan-Hendrik Rüter mit Sabrina Stachel sowie Julian Schulte-Hullern mit Franziska Böwing auf den Thron.

Als Mundschenkpaar fungieren Benedikt Brinkmöller und Emilia Bücker.

Der diesjährige Jahreshöhepunkt der Schützenbruderschaft St. Jakobus Mitwick-Weddern hatte am Samstag mit dem Festhochamt, der Gefallenenehrung und dem Festball zu Ehren des scheidenden Königpaars Michael Uhlending und Sonja Höltken seinen Auftakt genommen.

Bei sommerlichen Temperaturen waren sowohl das Zelt mit deutlich über tausend Gästen als auch die Festwiese bei Zatink gut besucht und auch der rüstige 95-jährige Ehrenvorsitzende Adolf Lechler genoss bis in die späten Abendstunden den hochsommerlichen Abend.

Hochsommerlich ging es am Sonntagmittag beim Antreten weiter, als Schattenplätze gefragt waren und auf lange Ansprachen der Offiziere verzichtet wurde. So setzte sich der Zug aus Vorstand, Schützen und Jungschützen schnell unter der musikalischen Begleitung durch den Spielmannszug Buldern und der Stadtkapelle Dülmen in Bewegung, um nach nur kurzem Marsch an der Zimmerei Homann die noch amtierenden Majestäten ein letztes Mal zu feiern.

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