Mehrfacher Schwarzfahrer bekommt noch einmal Bewährung
Die wirklich allerletzte Chance

Dülmen/Münster. Unbelehrbar schien ein 25-Jähriger aus Dülmen zu sein. Obwohl er schon mehrfach wegen Erschleichen von Leistungen (Schwarzfahren mit der Deutschen Bahn) strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, machte er in vier Fällen weiter. Dafür ereilten den jungen Mann die juristischen Konsequenzen. Am 20. Dezember 2017 verurteilte ihn das Amtsgericht in Dülmen zu einer Haftstrafe von sechs Monaten.

Dienstag, 10.07.2018, 17:30 Uhr

Mehrfacher Schwarzfahrer bekommt noch einmal Bewährung: Die wirklich allerletzte Chance
Foto: dpa

Dagegen legte der Angeklagte Berufung ein mit dem Ziel, noch einmal mit einer Bewährungsstrafe davonzukommen. Weil der 25-Jährige das Vergehen wie bereits in der Vorinstanz in vollem Umfang einräumte, stand das eigentliche Tatgeschehen im Berufungsverfahren vor dem Landgericht in Münster nicht mehr zur Debatte. Es ging nur noch um die Frage: Bewährungs- oder Haftstrafe?
Tränenreich schilderte der Angeklagte hier jetzt, wie es zu den „Schwarzfahrten“ gekommen war. Unpünktlich gezahltes Gehalt, wenig Geld, wie auch familiärer Druck sollen dazu geführt haben. Die Strafkammer änderte das erstinstanzliche Urteil des Dülmener Amtsgerichtes dahingehend ab und verurteilte den Angeklagten unter strengen Auflagen zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten auf Bewährung.

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