Unvorstellbar: Ein Sommer ohne Ameland-Ferienfreizeit
Förderer dringend gesucht

Dülmen. Als sich im Jahr 1965 die erste Gruppe in das Ferienlager nach Ameland aufmachte, konnte wohl niemand ahnen, dass sich die Reise auf die niederländische Nordseeinsel zu einem der schönsten und attraktivsten Dülmener Freizeitangebote entwickeln würde. Seither waren es Generationen, die das „Ameland-Feeling“ mit Strandbesuchen und Lagerfeuerabenden, Traktorfahrten, Beautytagen und Abendshows, Stadt- und Geländespielen genossen. Umso schwerer wog die Nachricht, dass die Unterkunft der letzten Jahre nun abgerissen worden ist.

Dienstag, 12.06.2018, 18:45 Uhr

Das Ameland-Ferienlager muss bleiben: Mit Faltblättern informieren die Jugendlichen über die schwierige Situation, suchen Sponsoren sowie Mädchen, die noch mitfahren wollen.
Das Ameland-Ferienlager muss bleiben: Mit Faltblättern informieren die Jugendlichen über die schwierige Situation, suchen Sponsoren sowie Mädchen, die noch mitfahren wollen. Foto: Bücker

Nach langer Suche hat das Leiterteam um Lisa Ruffer, Carlotta Pape und Ilka Niklasch mit dem Haus Molenwiek in Buren, einem traditionellen und romantischen Ameland-Dorf, eine Alternative gefunden.
Weil aber die Insel ein äußerst begehrtes Reiseziel für Ferienlager ist, stand die Unterkunft für das traditionell 14 Tage dauernde Lager nur in der dritten und vierten Ferienwoche zur Verfügung. Ein Umstand, der so gar nicht in die Ferienplanung vieler Familien passt, teilen sich die Urlaubszeiten der Unternehmen doch meist in eine erste und in eine zweite Ferienhälfte.

Entsprechend ernüchternd fällt das bis heute vorliegende Anmeldeergebnis aus. „Mit 60 Teilnehmerinnen sind wir in den letzten Jahren immer vollständig ausgebucht gewesen und es hat sogar Wartelisten gegeben. Bis heute haben sich leider erst 45 Mädchen zwischen neun und 16 Jahren angemeldet“, zieht Lisa Ruffer eine noch traurige Bilanz.

„Damit fehlen nicht nur 15 Teilnehmerinnen, sondern mit 5000 Euro weniger Einnahmen auch 25 Prozent des Budgets“, macht Pfarrdechant Markus Trautmann deutlich, dass viele der Kosten wie die Gruppenunterkunft und die Reisekosten über eine Umlage finanziert werden.

(Weitere Informationen und Stimmen zum Thema lesen Sie in der Mittwochs-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im entsprechenden E-Paper.)

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