Diskussion über Benutzungsordnung
SPD: Musik gehört zur Skater-Kultur

Dülmen. An eine „Friedhofsordnung“ erinnerte Siegfried Niggemann (SPD) die Benutzungsordnung für die Skateanlage am düb, über die der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend abzustimmen hatte.

Donnerstag, 17.05.2018, 07:56 Uhr

Diskussion über Benutzungsordnung: SPD: Musik gehört zur Skater-Kultur
Für die Skateranlage, die gerade an der Nordlandwehr gebaut wird, hat der Jugendhilfeausschuss jetzt die künftige Benutzungsordnung beschlossen. Foto: Hans-Martin Stief

Der Stein des Anstoßes für Niggemann sowie die SPD war der Satz: „Das Abspielen von Musik ist nicht gestattet.“ Sollte der nicht gestrichen werden, könne die SPD der Satzung nicht zustimmen, sagte Niggemann und verwies auf seine Beobachtungen an der Skateanlage in Buldern. Dort sei es üblich, dass die jugendlichen Skater und BMX-Fahrer Musik hörten. „Musik gehört zur Skater-Kultur dazu“, stellte er fest.
„Wir investieren einen Haufen Geld in die Skateanlage, aber ohne Musik macht es keinen Spaß“, kritisierte auch sein Kollege Heiner Kiekebusch, der die Skateanlage in Buldern ebenfalls gut kennt.

Die CDU schloss sich der Sicht der Verwaltung an, die mit Rücksicht auf die Nachbarn die Lärmbelästigung so gering wie möglich halten möchte.
Markus Brambrink und Claus Joachimczak (beide CDU) erinnerten daran, dass die Anwohner die Entwicklung am düb „mit Argwohn beobachten“ und befürchteten, dass Musik an der Anlage „Ärger heraufbeschwöre“.

Abschließend stimmte der  Jugendhilfeausschuss der Satzung zu - jedoch ohne den Satz „Das Abspielen von Musik ist nicht gestattet.“ Denn die SPD hatte zuvor beantragt, diesen Passus zu streichen und damit trotz Nein der CDU eine Mehrheit im Ausschuss gefunden.

Ausführlichere Berichterstattung in der Freitagsausgabe der DZ (Print und E-Paper).

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