Hazemag stellt Neuentwicklung für den Bergbau vor
Multitalent für die Mine

Dülmen. Als das Förderband anläuft, sind die Smartphones längst gezückt. Jede Bewegung der 40-Tonnen-Maschine wird von den aufmerksamen Beobachtern genauestens verfolgt und mit den Kameras festgehalten. Das langsame Vorschieben erst des Betonspritzers, dann des Bohrarms. Die Schaufel, die hin- und her schwenkt. Das Führerhäuschen, dessen Dach sich einfahren lässt.

Mittwoch, 16.05.2018, 18:15 Uhr

Hazemag stellt Neuentwicklung für den Bergbau vor: Multitalent für die Mine
Vertreter von verschiedenen Unternehmen, darunter eine Delegation aus Kasachstan, waren zur Vorführung des HRE-300-Prototypen nach Dülmen gereist. Foto: Kerstan

Warum das Interesse so groß ist? Der Hazemag Roadheading Excavator, kurz HRE 300, ist ein Multitalent, das im Bergbau gleich mehrere Arbeitsschritte übernehmen kann, begründet Dirk Thöne, Geschäftsführer der Hazemag Mining GmbH. Bislang waren dafür verschiedene Maschinen nötig.

Entwickelt wurde der HRE 300 am Dülmener Hazemag-Standort. Rund zwei Jahre Arbeit stecken in dem Prototyp, erläutert der Geschäftsführer. Jetzt steht der Neuling kurz vor seinem Praxistest: Innerhalb des nächsten Monats soll er auseinandergebaut und nach Kasachstan transportiert werden. Um dann in einer Erzchrom-Mine des dortigen Unternehmens KazChrom erstmals unter Tage zum Einsatz zu kommen. Glückt dieser Praxistest, hätten andere Firmen ebenfalls schon konkretes Interesse am HRE 300 signalisiert, verrät Thöne. „Zwei sehr ernste Anfragen liegen uns vor.“

So war dann zu der Vorführung am Dülmener Standort nicht nur eine hochrangige Delegation aus Kasachstan angereist. Auch Vertreter weiterer Unternehmen ließen sich genau zeigen, wozu der HRE in der Lage ist. Und der Prototyp kann so einiges, zählt Thöne auf.

Zunächst einmal Sprenglöcher ins Gestein bohren und mit Sprengstoff versehen. Dann mit der Schaufel das Gestein auf das integrierte Kratzkettenförderband räumen und somit abtransportieren. Mit dem Bohrarm können zudem Ankerlöcher zur Stabilisierung in die Tunneldecke gebohrt werden. Eine Betonspritze sorgt schließlich für eine sichere Betondecke „Jetzt hat man eine Maschine für all diese Vorgänger“, sagt Thöne.

Den ausführlichen Bericht finden Sie in der DZ-Ausgabe von Donnerstag, Print und E-Paper.

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