Fehlende Kita-Plätze: Stadt informiert Eltern über Alternativen
Provisorium für ein Jahr

Dülmen. Mut machte Sozialdezernent Christoph Noelke den Eltern, die für ihre Kinder unter drei Jahren (U3) für das neue Kindergartenjahr keinen Kita-Platz bekommen haben. Die Stadtverwaltung stellte ihnen am Donnerstagsabend alternative Betreuungsangebote vor.

Freitag, 13.04.2018, 19:45 Uhr

Fehlende Kita-Plätze: Stadt informiert Eltern über Alternativen: Provisorium für ein Jahr
Roland Urban zeigte anhand des Stadtplans, wo die provisorische DRK-Kita-Gruppe eingerichtet werden soll. Foto: Marcy

Auf besonderes Interesse stieß dabei die provisorische Kita-Gruppe auf dem Kasernengelände, die Roland Urban, Fachmann für Kindergartenplanung bei der Stadt Dülmen, vorstellte.
Träger der Gruppe, die ein Jahr Bestand hat, ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das ab Mitte 2019 den neuen Kindergarten an der August-Schlüter-Straße führen wird. Leiten wird die Kita ebenso wie die provisorische Gruppe Miriam Steinberg, die bereits den DRK-Kindergarten am alten TSG-Stadion führte (heute ist der DRK-Kindergarten Wolkenland an der Könzgenstraße zu finden). Auch der sei damals ein Provisorium gewesen und habe sehr gut funktioniert, erinnerte sie. In der provisorischen Gruppe werde man wie im Wolkenland nach dem Förderprogramm Early Excellence arbeiten.
Wie das praktisch aussieht, davon können sich Eltern am Dienstag ab 9.30 Uhr an der Könzgenstraße einen Eindruck verschaffen, lud Miriam Steinberg dazu ein, vorbeizukommen. Sie selbst arbeitet seit fast 21 Jahren im DRK-Kindergarten. Erfahrene Erzieherinnen aus dem Wolkenland werden auch in die neue DRK-Einrichtung wechseln, ergänzte Josef te Uhle vom DRK-Ortsverein Dülmen. Man werde aber erst dann Erzieherinnen einstellen können, wenn klar sei, wie groß der Bedarf an der provisorischen Kita-Gruppe sei.
Was ist, wenn es mehr Anmeldungen als Plätze für die provisorische Gruppe gebe, wollte ein Vater wissen und befürchtete eine neuerliche Absage. Christoph Noelke beruhigte: „Wir haben noch mehrere Eisen im Feuer“, machte er deutlich, dass über weitere Gruppen an anderem Standort nachgedacht werde. Ob die Kinder nach einem Jahr in die neue DRK-Kita mitgehen müssen, fragte eine Mutter. Urban verneinte. Man könne sich neu bewerben, etwa in einer wohnortnahen Einrichtung und habe keine schlechteren Chancen, versicherte er.
Bis zum Freitag, 20. April, können Eltern auf einem Fragebogen angeben, welche Betreuungsmöglichkeit sie für ihr Kind bevorzugen. An die Eltern der 13 Kinder, die Donnerstag im Rathaus waren, wurden die Bögen ausgegeben, die anderen 43 Eltern erhalten sie per Post.
Christoph Saatjohann vom Jugendamtselternbeirat lobte im DZ-Gespräch das Bemühen von Verwaltung und DRK um eine gute Lösung. Besser wäre es aber, langfristig auf Provisorien zu verzichten, gab er zu bedenken, verwies dabei auf die aktuelle Situation in Rorup, Hausdülmen und beim St.-Anna-Kindergarten - „und an die Überbelegungen in fast allen Einrichtungen“.

Mehr zum Thema gibt es in der Samstagsausgabe der DZ und im E-Paper.

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