Stadtrat entscheidet einstimmig
Grünes Licht für neuen Bahnhof

Dülmen. Auf Grün stellte die Stadtverordnetenversammlung die Signale für den Projektaufruf klimagerechter Bahnhof Dülmen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt die Bewerbungsunterlagen eingereicht, kurz vor Weihnachten kam die Nachricht aus dem Landes-Wirtschaftsministerium ins Rathaus, dass das Dülmener Projekt ausgewählt wurde.

Freitag, 09.03.2018, 17:37 Uhr

Stadtrat entscheidet einstimmig: Grünes Licht für neuen Bahnhof
Einstimmig sprach sich der Stadtrat für die klimagerechte Umgestaltung des Bahnhofsbereiches aus. Dazu gehört auch der Bau eines neuen Empfangsgebäudes. Foto: krk

Das Projekt hat das Ziel, den Bahnhof und sein Umfeld als Verkehrsknotenpunkt zu stärken. Entstehen sollen dabei eine zusätzliche Fahrradüberfahrt und eine neue Radstation, außerdem soll der Bahnhofsvorplatz umgestaltet und ein neues Empfangsgebäude errichtet werden.

„Die Pläne sind sehr positiv aufgenommen worden und jetzt können wir nur hoffen, dass es funktioniert“, so Willi Wessels (CDU) in der Ratsdebatte. „Mit der Umsetzung würde sich auch eine Attraktivitätssteigerung für Dülmen ergeben, denn derzeit sieht der gesamte Bahnhofsbereich nicht vorzeigbar aus.“

Nach einer Kostenschätzung der Verwaltung liegt die Gesamtsumme einschließlich des nicht förderfähigen Umbaus des Bahnhofsgebäudes bei 6,2 Millionen Euro. Bei einem Anteil der förderfähigen Kosten in Höhe von etwa 4,5 Millionen Euro würde eine Förderung etwa 3,2 Millionen Euro betragen, der städtische Eigenanteil liegt nach diesen Berechnungen bei drei Millionen Euro. „Diesen Eigenanteil halten wir bei so einem Projekt auch für gerechtfertigt“, so Wessels.

Rainer Tönnis (Linke) regte an, beim Neubau des Empfangsgebäudes auch die „Pläne des leider viel zu früh verstorbenen Dülmener Künstlers Peter Grzan wieder aufzugreifen, der schon vor einiger Zeit Modelle für einen Neubau vorgestellt hat.“ Dazu Bürgermeisterin Lisa Stremlau: „Bei dem Projekt geht es in erster Linie um einen klimagerechten Bahnhof und nicht um ein Kunstprojekt.“

Ein interdisziplinäres Team soll sich jetzt um Entwicklung und Umsetzung des Projektes kümmern, außerdem soll die Bürgerschaft bei der Projektentwicklung beteiligt werden, um von Beginn an für eine hohe Akzeptanz zu sorgen.

Mehr zur Ratssitzung in der Printausgabe und  dem E-Paper der DZ am Samstag.

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